180 Grad Meer Sarah Kuttner
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Die unbesiegbare Wut in einem oder „180 Grad Meer“

Sarah Kuttner hat mal wieder ein Buch für junge Leute geschrieben. Das ist nicht ungewöhnlich, das tut sie eben so neben dem Moderieren von flippigen Fernsehshows auf kleinen Randsendern, die „intelligentes und unterhaltendes Fernsehen für die Menschen zwischen 25 bis 49 Jahren“ machen. Um die Lesereise nach Veröffentlichung des neuen Buchs kommt sie dabei auch nicht herum: Die ersten drei Lesungen fetzen ihr noch, dann wird es etwas schwieriger und ihr eigenes Buch beginnt sie, nach Lesung Nummer 10 zu langweilen. Ich hatte großes Glück, denn am Februar begann ihre Lesereise in Chemnitz und ich war sozusagen bei der Generalprobe für alle anderen Lesungen dabei. Dementsprechend war es manchmal holprig, aber immer sehr kurzweilig. Aber in diesem Artikel geht es nicht um Sarah Kuttners Disziplin Lesungen durchzuziehen; die hat sie nicht. Mir geht es um ihr am vergangenen Silvester veröffentlichtes Buch „180 Grad Meer“.

Eigentlich müssten wir tanzen Heinz Helle
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Eigentlich müssten wir tanzen oder das Ende der Menschlichkeit

Es ist ein Buch wie ein Film. Kurze Szenen, die mit hoher Schlagzahl aneinandergereiht wurden. Ein Augenblick ist unmenschlicher als der davor. Das Tempo ist hoch und erdrückend für das Leserherz. Heinz Helle hat mit „Eigentlich müssten wir tanzen“ einen dystopischen Roman geschrieben, der (wer hätte es auch erwartet) vom Ende der Welt berichtet, wie wir sie kennen. Das Buch stand 2015 auf der Longlist des deutschen Buchpreises und ist der zweite Roman von Hein Helle. Sein Debüt war „Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin“.

Nirvana Adam Johnson
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Nirvana von Adam Johnson oder des Menschen Elend begreifen

Ich möchte erzählen von Kurzgeschichten, der verhinderten Literaturform. Von Kurzgeschichten, die heute keiner mehr lesen möchte und die sich unglaublich schlecht verkaufen in den Buchhandlungen. Und von meinem Unvermögen diese Tatsache zu verstehen, denn in mir verecholotet sich der Nachhall 6 ganz wunderbarer Kurzgeschichten. Sie wurden verfasst von Adam Johnson und sind nun unter dem Namen „Nirvana“ im Suhrkamp Verlag veröffentlicht wurden.

Die Philosophie des Laufens Buch
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Die Philosophie des Laufens

Laufen. Das mache ich nur heimlich und eigentlich erzähle ich auch nicht vielen Menschen davon. Für mich ist das Laufen eine einsame Sportart, Gesellschaft würde ich dabei nicht ertragen. Ein Laufpartner würde mich vom Wesentlichen ablenken, ich möchte das nicht. Jeder Läufer hat sich schon Gedanken über sein Laufen gemacht – in „Die Philosophie des Laufens“ sind sie fast alle versammelt. Herausgegeben wird das Buch von M. W. Austin und P. Reichenbach im Mairisch Verlag.

Die Optimierungsfalle
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Die Optimierungsfalle von Julian Nida-Rümelin

Können wir unsere Ökonomie human gestalten? Wir müssen sogar, denn alles andere führt zur Irrationalität. Das ist die Kernaussage des Buchs „Die Optimierungsfalle“ von Julian Nida-Rümelin. Gerade nach der Finanzkrise scheint das Thema aus aktuellen Debatten nicht mehr zu verschwinden. Ist unser Wirtschaftssystem wirklich gut? Die Antwort ist fast schon trivial – nein. Denn sonst wäre es wohl nicht zu den schweren Folgen gekommen.

Edo Popovic
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Ruhe finden mit Edo Popovic

Die Frage nach der guten Gestaltung des eigenen Lebens ist so alt wie der Mensch selbst. Was macht ein schönes Leben aus? Welche Bedeutung wollen wir den Dingen geben? Edo Popovic reflektiert genau darüber in seinem Buch „Anleitung zum Gehen“. Er kommt dabei ganz ohne dieses herkömmliche Entschleunigungs-Psychotherapeuten-Geblubber aus.

Geniale Begegnungen
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Geniale Begegnungen – Weltreise zu Nobelpreisträgern

Was können Nobelpreisträger, was andere Menschen nicht können? Welche Eigenschaften zeichnen sie aus? Warum sind sie so, wie sie sind? Peter Badge möchte die Persönlichkeit dieser genialen Wissenschaftler mit seinen Portraitfotos einfangen. Dafür reiste er über viele Jahre durch die ganze Welt. Die Geschichte hinter den Fotos wurde im März 2015 als Buch veröffentlicht mit dem Titel „Geniale Begegnungen“.

The dog stars Peter Heller
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Peter Heller – The dog stars

„The dog stars“ gehen ins Herz und in den Kopf. Direkt. Es ist eine Dystopie. Ein sehr tiefgründiges Buch und überhaupt nicht zu vergleichen mit den neusten und sehr schlecht gemachten Dystopien, die den Buchmarkt fluten. Das Buch ist auch nicht ganz so furchterregend wie „Die Straße“  von Cormac McCarthy. Peter Hellers Buch gibt viel mehr Hoffnung, dass das Menschliche die Apokalypse überleben kann.

Henry Marsh Um Leben und Tod
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„Um Leben und Tod“ von Henry Marsh in 6 Gedanken

Normalerweise lese ich nicht die Bücher von der Spiegel Bestseller Liste. Diesmal habe ich es ausversehen getan. Ich wusste überhaupt nicht, dass „Um Leben und Tod“ auf der Rot-Schwarzen Liste thront. Aber es ist schon logisch, dass gerade dieses Buch dort gelandet ist und auch auf meinem Lesetisch. Nichts fasziniert den Menschen mehr als der Beruf des Chirurgen. Mit all dem Blut, Elend und Drama. Möglicherweise sind wir alle auch zu sehr geprägt durchs Fernsehen, Emergency Room, Grey´s Anatomy und wie sie alle heißen.