Die Haltlosen von Oguz Atay
Artikel
5 Kommentare

Das Opus Magnum der türkischen Literatur: Die Haltlosen von Oguz Atay

Ich setze mich auf das Sofa. Es ist der erste Tag nach der Leipziger Buchmesse 2016. Ein Tag nach vielen Tagen voller Bücherrausch, kilometerlanger Wanderungen und Gesprächen bis zur Heiserkeit.  Nun sitze ich also endlich auf der Couch, zuvor habe ich meine Taschen ausgepackt und die verschwitzte Kleidung in die Waschmaschine geworfen. Leise surrt es aus dem Bad. Es ist etwa 11 Uhr am Vormittag und die Sonne durchflutet regelrecht mein Wohnzimmer. Vor mir liegt ein hellblaues Buch, ein dickes Buch, ein gewichtiges Buch, ein bedeutendes Buch. Eigentlich bin ich ziemlich erschöpft, ein wenig übermüdet und dennoch beginne ich zu lesen in dem Buch, welches ich mit zwei Händen halten muss. Eine Hand reicht nicht aus, ist zu schwach. Das war der Beginn meiner tagelangen Lesereise durch das Opus Magnum der modernen türkischen Literatur: Die Haltlosen von Oguz Atay.