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FMD – Leben und Werk von Dostojewski (Graphic Novel)

Zum ersten Mal in Berührung kam ich mit Fjodor Michailowitsch Dostojewski durch einen guten Freund. Besagter Freund schenkt mir zum Geburtstag oder auch manchmal zu Weihnachten gern Büchern und da er selbst in der Regel nur Klassiker liest, weil neue Bücher irgendwie nie so gut sind wie die bereits erprobten Klassiker, schenkt er mir dann eben einen Klassiker. An meinem Geburtstag 2011 – ich wurde damals also 21 Jahre alt – schenkte er mir „Der Spieler“ von Fjodor Michailowitsch Dostojewski in gelbes Leinen gebunden und mit persönlicher Widmung.

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Die Trotzigen von Boris Schumatsky (Die Welt war nicht immer so wie heute)

Ich habe nicht viel zu tun mit dem Kommunismus, selbst dem real existierenden Sozialismus bin ich knapp entgangen. Als ich im Oktober 1990 geboren wurde, war der ganze Spuk vorbei und Deutschland war offiziell wiedervereinigt. Ich kenne die DDR und ihre Umbruchszeit aus den Erzählungen meiner Eltern und ich weiß, dass definitiv niemand in der Planwirtschaft hungern musste. Auch ich habe, als ich in der zehnten Klasse und im Geschichtslehrplan die DDR an der Reihe war, meine Eltern mit bescheuerten Fragen genervt: Was war wirklich dran an der Bananensache? Was habt ihr mitbekommen von der Stasi? Wie fühlte sich das an?

Swetlana Alexijewitsch - Secondhand-Zeit
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Swetlana Alexijewitsch und Secondhand-Zeit

Ein Mammutwerk hat mich den Dezember hindurch begleitet. Ich habe ziemlich lange am Buch „Secondhand-Zeit“ von Swetlana Alexijewitsch gelesen. Über 20 Tage. (Diese Zahl habe ich anhand meines Lesenotizbuchs errechnet.) Es gab nur wenige Bücher im Jahr 2015, die mich im gleichen Ausmaß bewegt haben. Bewegt im negativen und im positiven Sinne, aber dazu später mehr.

Alina Bronsky - Baba Dunjas letzte Liebe
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Alina Bronsky und Baba Dunjas letzte Liebe

Tschernobyl. Verseuchtes Gebiet. Eigentlich würde kein Mensch, der noch seinen Verstand besitzt dort leben wollen. Die Strahlung ist in der Luft, in jedem Apfel, ja sogar in dem Gras, welches die Ziegen fressen und so sind die Ziegen auch verstrahlt. Aber niemand konnte mit Baba Dunja rechnen, sie kann ihre alte Heimat nicht aufgeben. Nach der jahrelangen Plagerei als Schwester im Krankenhaus möchte sie in ihrem Ruhestand wirklich ihre Ruhe haben. Dafür gibt es natürlich keinen besseren Ort als das Sperrgebiet. Bisschen Nervenkitzel im Ruhestand muss schon sein. Von diesem Leben handelt das Buch „Baba Dunjas letzte Liebe“ von Alina Bronksy.

Thomas Wendrich Eine Rose für Putin
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Wie liest sich das Debüt von Thomas Wendrich?

Ein Debüt ist immer etwas Besonderes – besonders für den Autor, besonders für den Leser und wohl auch besonders für den Verlag des Autors. Zum ersten Mal hat jemand eine Geschichte zu erzählen, die er nicht länger für sich behalten kann. Irgendein Stoff geht nicht mehr aus seinem Kopf, treibt ihn um. Und dann muss er veröffentlicht werden. Die Veröffentlichung ist wohl nicht ganz so leicht, wenn ich mir immer diese vielen jungen, teilweise auch talentierten Indie-Autoren ansehen, die nach Wegen suchen, ihren Stoff an die Frau oder den Mann zu bringen.

Deathless Catherynne M. Valente
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Deathless von Catherynne M. Valente [Rezension]

Sven und ich störberten an einem Wochenende, während ich noch an meiner Abschlussarbeit schrieb, in einem Buchladen in der Innenstadt von Leipzig. Eigentlich waren wir beim Bummeln, so zur Ablenkung für die Strapazen des wissenschaftlichen Arbeitens unter der Woche. Und wie das manchmal so beim Bummeln ist, sieht man einen Laden und geht hinein – einfach nur mal gucken. Bei Bücherläden ist das bei mir ja mit beruflichem Interesse verbunden: Wie macht das die Konkurrenz? Was haben die Neues, Anderes, Besonderes? Wie präsentieren die? So Sachen, die einen eben interessieren, wenn man im Buchladen arbeitet.

Noir Jenny-Mai Nuyen
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Noir von Jenny-Mai Nuyen [Rezension]

Noir war eine Belohnung für die Prüfungen. Vor ziemlich genau 2 Wochen. Da hatte ich früh, circa 9 Uhr, meine mündliche Prüfung in Tschechisch. Ich war selten so vor einer Prüfung aufgeregt, weil ich einfach das Gefühl hatte, dass ich mal so gar nichts kann. War dann zum Glück nicht so.
Noir habe ich dann begonnen zu lesen während des Lovelybooks Lesemarathons und beendet habe ich es am Montag. Zum ersten Mal davon gehört habe ich über vorablesen.de. Das Cover hatte es mir angetan. Ein zerbrochenes Fenster oder ein zerbrochener Spiegel? Jenny-Mai Nuyen hat nicht nur Noir geschrieben, davor sind schon etliche erfolgreiche Fantasy-Romane erschienen. Ich muss zugeben bislang hat mich davon nichts interessiert, deshalb hab ich auch noch kein Buch von ihr gelesen.