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Das Umgehen der Orte von Fabian Hischmann – Rezension

Lisa ist ein Eskimokind.

Der zweite Roman, „Das Umgehen der Orte“, von Fabian Hischmann beginnt mit Lisa. 2004 ist Lisa ein kleines Mädchen, dass einfach nicht friert und deshalb eigentlich ihren Anorak nicht anziehen möchte, es aber doch tut, weil der Vater sonst Ärger mit der Mutter bekommt. Lisa ist schließlich so etwas wie ein Eskimokind. Einige Wochen später findet Lisa ihren Vater tot auf der Toilette. Zunächst könnte man vermuten, dass er Selbstmord begangen und sich absichtlich erhängt hat, wenig später muss man aber feststellen, dass der Vater einfach eine etwas exotischere Form der Selbstbefriedigung gewählt hat, die am Ende schiefging.

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Aus dem Leben einer Leserin: Januar 2017

Das wahre Leben

Die Prüfungszeit an der TU Chemnitz, wo ich studiere, ist im Februar. Das bedeutet für mich im Januar vor allem eines: Anfangen mit der Prüfungsvorbereitung. Der Gedanke, dass ich eigentlich lernen müsste, begleitet mich also ständig. Der Monat vor den Prüfungen ist für mich meist noch anstrengender als die eigentliche Prüfungszeit, weil ich dann immer noch Vorlesungen habe, was noch mehr neuer Stoff bedeutet, ich arbeiten muss und dann eben auch noch lernen. Am Ende sieht mein Tag dann immer so aus, dass ich zwischen 7 und 8 Uhr das Haus verlasse und zwischen 18 und 20 Uhr dann wieder zurückkomme. Am Wochenende sitze ich dann eben vor meinen Heftern und Lehrbüchern. So viel zum faulen Studentenleben.

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Warum ich die Gilmore Girls 13 Jahre zu spät entdeckt habe

Die Gilmore Girls sind seit im November überall, da auf Netflix die Serie in vier Teilen fortgesetzt wurde. Auf Twitter lese ich ständig, wie jemand alle sieben bisher erschienen Serien nochmals im Marathon-Modus schaut, also einen Rewatch veranstaltet. Ich sehe Gifs von Serienausschnitten und eigentlich erwähnt täglich jemand irgendeine Szene aus der Serie. Ja, sogar Bücher zur Serie werden veröffentlicht.

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Kehrwoche oder warum liegen hier nur so viele ungelesene Bücher?

Wenn ich Gästen mein Wohnzimmer zeige, dann bin ich mir immer nicht ganz sicher, ob ich stolz oder beschämt sein soll. Im Wohnzimmer stehen nämlich meine ganzen Bücher, verteilt auf 2 große weiße Bücherregale. Klar komme ich mir dann immer unglaublich gebildet und klug vor, wenn die Gäste fragen, wem diese ganzen Bücher gehören. Aber dann denke ich mir auch, du bist schon ein kleiner Buchmessi. Es reicht nicht, dass ich die Bücher lese und dann verschenke oder verkaufe. Nein, ich muss sie behalten – schließlich weiß man ja nie.

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Ein neues Jahr für die Literatur (mit Gewinnspiel zu „Hier bin ich“)

Das Schönste an Weihnachten und den Tagen vor Silvester war für mich die freie Zeit. Ich musste nicht arbeiten, ich hatte auch nicht den Zwang, vor meinen Uni-Heftern sitzen zu müssen, um zu lernen und ich habe mir auch keine größeren Aktionen im Haushalt vorgenommen. Diese Zeit hatte ich zum größten Teil also nur für mich und damit auch Zeit für meine Bücher und die Literatur. Weil es das Thema in meinem Leben ist, das mich am meisten fasziniert, dem ich sehr selten müde werde und das mich träumen lässt.

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Das war mein Jahr 2016 in Büchern – Ein kleiner Rückblick

Das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat

Im Frühsommer habe ich zum ersten Mal ein Buch von Keri Smith gelesen. Das ist die Autorin von den Büchern „Mach dieses Buch fertig“ oder „Das ist mehr als ein Buch“. Die hast du sicher schon in der Buchhandlung gesehen – besonders „Mach dieses Buch fertig“ ist ein Dauerbrenner.

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Bücher, die sich Buchliebhaber zu Weihnachten wünschen (#buchpassion)

In gut einer Woche ist Weihnachten. Für die meisten Menschen bedeutet das nicht unbedingt Besinnlichkeit, wie es eigentlich der Grundgedanke von Weihnachten ist, sondern Stress: Weihnachtsfeiern müssen absolviert, mindestens 3 verschiedene Sorten Plätzchen sollten gebacken und natürlich wollen auch Geschenke für die ganze Familie sowie ausgewählte Freunde gekauft werden. Aber nun genug davon. Dieser Stress ist selbst gemacht – andere Buchliebhaber und ich möchten dir ein bisschen Abwechslung bieten und haben aufgeschrieben, welche Bücher wir uns eigentlich zu Weihnachten wünschen. Vielleicht entdeckst du dabei noch das eine oder andere Geschenk oder auch ein Buch, das du selbst gern lesen möchtest:

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Der Abenteuerroman Ymir oder aus der Hirnschale der Himmel von Philip Krömer

Als kleines Mädchen begab ich mich früher oft auf Expedition: In den Dschungel, in den Hades – also die Unterwelt der griechischen Mythologie, in die Wüste, in das tiefe Meer oder manchmal sogar auf den Mount Everest. Das fand natürlich nur in meinen Gedanken statt, aber als Kind ist das real. Die Abenteuer sind real. Das Buch „Ymir oder aus der Hirnschale der Himmel“ von Philip Krömer hat mich an diese Zeit erinnert als ich sorgloser und meine Fantasie noch nicht beschnitten war durch Prüfungsstress und der Überlegung, ob auch im nächsten Monat das Geld fürs Studentenleben ausreichen würde.

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Nachts ist es leise in Teheran von Shida Bazyar oder die jüngere Geschichte des Irans

Schon lange habe ich keinen solchen Roman mehr gelesen, der neben der Unterhaltung auch so viel Wissen für seinen Leser bereithält. Denn ich hatte ja keine Ahnung – wie man so oft im Leben eigentlich keine Ahnung hat oder weißt du etwas über die jüngere Geschichte des Irans und warum Iraner nach Deutschland flüchten? Ich nicht. An „Nachts ist es leise in Teheran“ von Shida Bazyar fiel mir besonders die Vermischung von Unterhaltung, wohldosierter Faktenvermittlung und dem Fingerzeig auf die Probleme in der Gesellschaft auf.