Artikel
2 Kommentare

Literarisches Zürich – Ein kleiner Reiseführer

Meine Tage in Zürich Ende Oktober während des Buchfestivals „Zürich liest“ waren wunderschön. Fast noch ein bisschen schöner war es allerdings, dass ich trotz der vielen Lesungen und literarischen Veranstaltungen auch Zeit hatte, mir ein bisschen die literarischen Orte Zürichs anzusehen. Mit diesem Artikel möchte ich dir die literarische Schönheit und Tradition in Zürich zeigen:

Artikel
12 Kommentare

Die Graphic Novel Albert von Sebastian Jung

Literatur ist vielfältig. Als Buchbloggerin ist es mir wichtig, diese Vielfalt selbst zu erfahren, zu erforschen und in gewisser Weise auch zu verkosten. Bisher habe ich mich an noch keine Graphic Novel gewagt und schon gar nicht an eine Rezension einer solchen. Was macht man als Rezensent mit den ganzen Bildern beziehungsweise Zeichnungen? Fehlt da nicht der Text? Ich begebe mich im kommenden Herbst und Winter auf eine Entdeckungstour durch das Genre der Graphic Novel. Und vielleicht bleibt es nicht nur bei einer Tour – du und ich werden es schon sehen. Zumindest habe ich bei der ersten Graphic Novel, die ich gelesen habe, schon einmal gelernt, dass Graphic Novel und Roman einen gemeinsamen Ausgangspunkt haben: Das Erzählen einer Geschichte. Den Kern von „Albert“ von Sebastian Jung bildet die Lebensgeschichte von Sebastians Großvater Albert.

Artikel
9 Kommentare

Wie ich mit einem Buch mein Leben neu begann

Jetzt gerade bin ich 25 Jahre alt. Seit dem ich 14 Jahre alt war, habe ich ständig etwas mit der Buchbranche zu tun gehabt, habe mich vom Marketing der Verlage verführen lassen und ich habe selbst andere zu Büchern verführt – egal ob mit meinem Literaturblog oder bei meiner Arbeit im Buchhandel. Jetzt führe ich also schon mehr als 10 Jahre eine besondere Beziehung zur Literatur. Mit 14 Jahren machte ich ein Praktikum in einer Kleinstadt-Buchhandlung und danach war ich jedes Jahr mindestens einmal dort in den Ferien arbeiten bis ich mein Abitur hatte. Für mich war es das Paradies oder zumindest verkläre ich es so in der Nostalgie. Ich durfte jeden Tag die Pakete voll mit neuen Büchern auspacken und am Nachmittag habe ich die Kasse im Laden bedient und mich mit den Kunden unterhalten. Und niemand hat dabei gedrängelt, die wenigsten Kunden waren schlecht gelaunt oder in besonderer Eile.

Artikel
0 Kommentare

7 Dinge, die an „Weiter als der Himmel“ von Pippa Goldschmidt auffallen

1. Die Geschichte.

Jeanette hat erst kürzlich promoviert in Astronomie und versucht im wissenschaftlichen Betrieb Fuß zu fassen. Mit einer befreundeten Wissenschaftlerin macht sie eine spektakuläre Entdeckung, die so ziemlich alles infrage stellt, woran die Astrophysik in den letzten 70 Jahren geglaubt hatte. Aber was soll Jeanette tun? Veröffentlichen und möglicherweise eine gewaltige Lawine lostreten, die entweder ihre Karriere vernichtet oder aber beflügelt? Zusätzlich zu diesem Problem meldet sich ab und zu noch die Jeanettes Vergangenheit. Ihre Schwester Kate ist ertrunken und keiner weiß warum.

Artikel
2 Kommentare

Candy Bukowski: Wir waren keine Helden

Es war ein warmer Tag, es war Freitagnachmittag und ich hatte zuvor ziemlich lang an meiner Bachelorarbeit geschrieben. Nach mehreren Stunden Recherche und dem Formulieren von hochwissenschaftlichen Phrasen und Satzkonstrukten ist mein Kopf übervoll. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, die Arbeit an die Wand zu klatschen und Zerstreuung auf Facebook zu suchen. Da lief gerade eine Party, weil Karla Paul das Buch „Wir waren keine Helden“ von Candy Bukowski empfohlen hatte. Beim Namen Bukowski muss ich natürlich aufhorchen, ich liebe die Texte von Charles Bukowski und musste gleich meine Frage loswerden: Ist der Name Bukowski Zufall? Nein – natürlich nicht. Bei Autoren ist selten etwas Zufall und eigentlich sollte ich das mittlerweile auch wissen.

Mario Alberto Zambrano - Sonne, Mond und Sterne
Artikel
2 Kommentare

Sonne, Mond und Sterne von Mario Alberto Zambrano oder das Leben ist ein Glücksspiel?

Kennst du das mexikanische Spiel Loteria? Ich kannte es nicht bis Luz aus „Sonne, Mond und Sterne“ von Mario Alberto Zambrano damit bekannt gemacht hat, aber seitdem habe ich große Lust es mal zu probieren. In der Schule habe ich früher immer Bingo gespielt, wenn meine Lehrer wieder besonders kreativ oder motiviert waren und uns die Englisch-Vokabeln nicht stur auswendig lernen wollten. Meine Englischlehrer waren oft in diesem Zustand, der Erlebnispädagogik verhieß. Leider kann ich mich nicht wirklich daran erinnern, dass ich jemals eines dieser Englisch-Vokabel-Bingo-Spiele gewonnen hätte, irgendwie war ich immer nur knapp dran. Ich setzte immer auf die falsche Vokabel-Konstellation; irgendein Mitschüler durfte immer schneller Bingo sagen. Möglicherweise war das damals die Verschwörung der Arschloch-Englisch-Vokabeln gegen mich – Mutmaßungen, die heute nur noch drollige Erinnerungen sind.

Abwesenheitsnotiz Lisa Owens
Artikel
4 Kommentare

Abwesenheitsnotiz von Lisa Owens oder wie blockiere ich mich selbst

Besonders gern lese ich Bücher, die von jungen Frauen im Alter zwischen 20 und 39 Jahren geschrieben wurden. Wann diese Liebe zu den jungen Autorinnen angefangen hat, weiß ich gar nicht mehr. Bei solchen Büchern habe ich immer ein bisschen das Gefühl, dass sie mich betreffen: Meinen Alltag, meine Probleme, meine Gedanken. Komprimiert könnte man sagen, es sind Bücher meiner Generation für meine Generation. Manche Figuren sind dann auch tatsächlich ziemlich nah an mir dran, andere sind hingegen so weit entfernt wie die Erde vom Stern Aldebaran im Sternenbild Stier, also konkret heißt das 65 Lichtjahre. Auf Claire Flannery aus „Abwesenheitsnotiz“ und mich trifft dieser Sternenvergleich ziemlich gut zu.

Kafi Freitag
Artikel
0 Kommentare

Kafi Freitag oder Antworten für das Leben

Es gibt immer etwas, worüber gegrübelt werden kann. In meinem Leben gab es bisher noch keine Zeit, in welcher ich ganz und gar sorgenfrei war. Ein kleiner Riss im sonst glatten Alltag war da immer, wird da wohl immer sein. Bald werde ich mit meinem Freund zusammenziehen. Das ist eine wunderschöne Sache und ich freue mich darauf riesig. Ich hoffe inbrünstig, dass das klappt und wir uns auch in Zukunft ertragen können.

#warumichlese
Artikel
3 Kommentare

Wie ich mich an einem verregneten Tag im Juni ins Lesen verliebte

Mit 14 Jahren hatte ich keine Lust auf die Welt. Ich hatte keine Lust, mich mit anderen Menschen auseinanderzusetzen. Damals hat mich alles genervt und es war unendlich anstrengend. Zum Glück bin ich mittlerweile zu alt für diesen pubertären Hormon-Cocktail aus Melancholie, Hass und Smirnoff Ice. Das alles habe ich hinter mir gelassen und ich wünsche mir diese süße Zeit der Jugend, wie sie von manchen Leuten glorifiziert wird, definitiv nicht zurück. Es war nicht die aufregende Zeit des „Alles-mal-Ausprobierens“ und der ersten großen Liebe. Für mich war es die Zeit des Weltuntergangs, auf den ich voller Inbrunst gewartet habe und bis es soweit war, habe ich eben am Computer die Nächte durchgezockt und mir nebenbei Horrorfilme im Fernseher reingezogen. Ich war furchtbar.