Schwarz und Silber von Paolo Giordano
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Der Tod ist allgegenwärtig (Schwarz und Silber von Paolo Giordano)

Wie kann es sein, dass gerade die unscheinbaren Bücher das Herz mit der Wucht einer Kanonenkugel treffen? Mit „unscheinbar“ meine ich, dass diese Romane vom Medienzirkus relativ unbeachtet bleiben und die Cover auch meist sehr zurückhaltend gestaltet sind. Es ist, als ob die Verlage den emotional-explosiven Inhalt tarnten: Lieber Leser, es ist besser für dein Gemüt, wenn du dieses Buch einfach in der Buchhandlung stehen lässt. Lies das nicht, du machst dich nur ein bisschen unglücklicher (im Sinne von traurig). Mir ist das schon so bei „Raubfischen“ von Matthias Jügler ergangen und bei „Der Schrecken verliert sich vor Ort“ von Monika Held. Jetzt habe ich wieder ähnliche Gedanken bei Paolo Giordanos Buch „Schwarz und Silber“.

Nirvana Adam Johnson
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Nirvana von Adam Johnson oder des Menschen Elend begreifen

Ich möchte erzählen von Kurzgeschichten, der verhinderten Literaturform. Von Kurzgeschichten, die heute keiner mehr lesen möchte und die sich unglaublich schlecht verkaufen in den Buchhandlungen. Und von meinem Unvermögen diese Tatsache zu verstehen, denn in mir verecholotet sich der Nachhall 6 ganz wunderbarer Kurzgeschichten. Sie wurden verfasst von Adam Johnson und sind nun unter dem Namen „Nirvana“ im Suhrkamp Verlag veröffentlicht wurden.

Henry Marsh Um Leben und Tod
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„Um Leben und Tod“ von Henry Marsh in 6 Gedanken

Normalerweise lese ich nicht die Bücher von der Spiegel Bestseller Liste. Diesmal habe ich es ausversehen getan. Ich wusste überhaupt nicht, dass „Um Leben und Tod“ auf der Rot-Schwarzen Liste thront. Aber es ist schon logisch, dass gerade dieses Buch dort gelandet ist und auch auf meinem Lesetisch. Nichts fasziniert den Menschen mehr als der Beruf des Chirurgen. Mit all dem Blut, Elend und Drama. Möglicherweise sind wir alle auch zu sehr geprägt durchs Fernsehen, Emergency Room, Grey´s Anatomy und wie sie alle heißen.

Verzweiflung
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Ein Buch gegen Verzweiflung

Es gibt Momente im Leben, die sind definitiv nicht schön. Die Momente der Verzweiflung. Manchmal weiten sich diese Momente auch zu Stunden, Tagen, Wochen oder Monaten aus. Der eiserne Griff dieses unsäglichen Gefühls lässt uns nicht mehr los.Die Verzweiflung trennt uns wie ein Nebelschleier vom Leben. Vom Leben, das an Schönheit und leider auch an Bedeutung verliert. Ich laufe also mit meinem persönlichen Nebel durch die Welt. Es ist ein wahnsinnig dichter Nebel, andere können mich möglicherweise sehen, ich sie aber nicht. Für mich gibt es nichts anderes auf der Welt als meinen kleinen flauschigen Nebel – er begleitet mich zum Einkaufen, auf Arbeit, zum Sport, zur Uni, beim Spazierengehen und natürlich verschwindet er auch nicht, wenn ich die Wohnungstür schließe. Der Nebel bleibt treu.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter John Green
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Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green [Rezension]

Zurzeit hört man ja ziemlich viel von Das Schicksal ist ein mieser Verräter. Auf der Spiegelbestsellerliste ist es, bei Lovelybooks wurde es hochgelobt und auf etlichen anderen Literaturblogs darf es sich auch austoben. So richtig wurde mein Interesse erst durch 5 Kundenanfragen nach dem Buch an einem Samstag geweckt. Bislang hatte ich Abstand zu Das Schicksal ist ein mieser Verräter gehalten, weil ich dachte, Krebsbuch – das ist nichts für mich.