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6 Dinge, die ich an „Die Geschichte eines neuen Namens“ von Elena Ferrante mag

  1. „Die Geschichte eines neuen Namens“ ist der zweite Band der Neapolitanischen Saga von Elena Ferrante. Ich habe bereits im Sommer bei Erscheinen den ersten Band gelesen und rezensiert.  Ich war mir noch nicht schlüssig, ob ich die Reihe wirklich weiterlesen möchte, denn im Gegensatz zu anderen Lesern finde ich an der Freundschaft von Elena und Lila keinen Gefallen. In meinen Augen ist es keine Freundschaft, sondern eher Eifersucht und Wettbewerb. Der Grund, warum ich den zweiten Teil der Tetralogie gelesen habe, ist Elena und ihr Aufstieg aus dem Elend des Rione durch Bildung. Und dann war ich vom zweiten Band überrascht, denn ich habe ihn viel lieber als „Meine geniale Freundin“, also den ersten Band, gelesen. Ich mag das Buch „Die Geschichte eines neuen Namens“ dafür, dass es so viel packender ist als der erste Band und in mir die Begeisterung für die Tetralogie geweckt hat.
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Nachts ist es leise in Teheran von Shida Bazyar oder die jüngere Geschichte des Irans

Schon lange habe ich keinen solchen Roman mehr gelesen, der neben der Unterhaltung auch so viel Wissen für seinen Leser bereithält. Denn ich hatte ja keine Ahnung – wie man so oft im Leben eigentlich keine Ahnung hat oder weißt du etwas über die jüngere Geschichte des Irans und warum Iraner nach Deutschland flüchten? Ich nicht. An „Nachts ist es leise in Teheran“ von Shida Bazyar fiel mir besonders die Vermischung von Unterhaltung, wohldosierter Faktenvermittlung und dem Fingerzeig auf die Probleme in der Gesellschaft auf.

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Meine geniale Freundin von Elena Ferrante oder Wahre Freundschaft?

Elena Ferrante ist aktuell überall: Im Spiegel mit einem großen Exklusivinterview, im literarischen Quartett, in den Feuilletons der großen Tageszeitungen, viele Literaturblogger schreiben über sie und auf Instagram werde ich förmlich von Fotos ihres Buchs „Meine geniale Freundin“ unter dem Hashtag #ferrantefever  überflutet. Ferrante ist kurz davor zum Medienphänomen aufgebauscht zu werden. Wenn es nach den Journalisten geht, dann hat Deutschland fast eine Sensation verschlafen. Ist das tatsächlich so?

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Das Unglück anderer Leute: Der Debütroman von Nele Pollatschek

Ich habe mit der Wahl meiner Familie Glück gehabt, so habe ich es immer gesehen. Also gut, die Wahl konnte ich, so wie jeder andere nicht treffen. Der Zufall hat entschieden, dass ich sehr gut mit meinen Eltern auskomme. Es gab da nie größere Schwierigkeiten. Manchmal gab es Streit, der war aber immer innerhalb von maximal zwei Tagen beseitigt. Das meine Situation in dieser Hinsicht ein großes Glück ist, ist mir meist nicht so bewusst – es war schließlich schon immer so.

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7 Dinge, die an „Weiter als der Himmel“ von Pippa Goldschmidt auffallen

1. Die Geschichte.

Jeanette hat erst kürzlich promoviert in Astronomie und versucht im wissenschaftlichen Betrieb Fuß zu fassen. Mit einer befreundeten Wissenschaftlerin macht sie eine spektakuläre Entdeckung, die so ziemlich alles infrage stellt, woran die Astrophysik in den letzten 70 Jahren geglaubt hatte. Aber was soll Jeanette tun? Veröffentlichen und möglicherweise eine gewaltige Lawine lostreten, die entweder ihre Karriere vernichtet oder aber beflügelt? Zusätzlich zu diesem Problem meldet sich ab und zu noch die Jeanettes Vergangenheit. Ihre Schwester Kate ist ertrunken und keiner weiß warum.