Marcel Reich-Ranicki
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Marcel Reich-Ranicki: Papst der Lumpenhunde

„Aber ich möchte auch ganz offen sagen: Ich nehme diesen Preis nicht an. Ich hätte das, werden Sie denken und sagen, früher erklären sollen. Natürlich! Aber ich habe nicht gewusst, was hier auf mich wartet, was ich hier erleben werde. Ich gehöre nicht in diese Reihe, der heute, vielleicht sehr zurecht Preisgekrönten. Wäre der Preis mit Geld verbunden, hätte ich das Geld zurückgegeben. Aber er ist ja nicht mit Geld verbunden. Ich kann nur diesen Gegenstand, der hier verschiedenen Leuten überreicht wurde, von mir werfen oder jemanden vor die Füße werfen. Ich kann das nicht annehmen. Und ich finde es auch schlimm, dass ich hier vier Stunden das erleben musste.“ Das ist meine prägnanteste Erinnerung an Marcel Reich-Ranicki. Diese Worte sprach er im Herbst 2008 zum Publikum, als er den deutschen Fernsehpreis verliehen bekommen sollte.

Die Philosophie des Laufens Buch
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Die Philosophie des Laufens

Laufen. Das mache ich nur heimlich und eigentlich erzähle ich auch nicht vielen Menschen davon. Für mich ist das Laufen eine einsame Sportart, Gesellschaft würde ich dabei nicht ertragen. Ein Laufpartner würde mich vom Wesentlichen ablenken, ich möchte das nicht. Jeder Läufer hat sich schon Gedanken über sein Laufen gemacht – in „Die Philosophie des Laufens“ sind sie fast alle versammelt. Herausgegeben wird das Buch von M. W. Austin und P. Reichenbach im Mairisch Verlag.

Edo Popovic
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Ruhe finden mit Edo Popovic

Die Frage nach der guten Gestaltung des eigenen Lebens ist so alt wie der Mensch selbst. Was macht ein schönes Leben aus? Welche Bedeutung wollen wir den Dingen geben? Edo Popovic reflektiert genau darüber in seinem Buch „Anleitung zum Gehen“. Er kommt dabei ganz ohne dieses herkömmliche Entschleunigungs-Psychotherapeuten-Geblubber aus.

Das krampfhafte Beharren auf Unsterblichkeit
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Das krampfhafte Beharren auf Unsterblichkeit

Vor lauter Leichtsinnigkeit vergisst man gern als junger Mensch das Ende. Eigentlich ist vergessen auch nicht das richtige Verb. Es ist eine Mischung aus Vergessen, Verdrängen und einfach Nicht-Wissen. Der Tod ist auch wahnsinnig weit weg. Erwartet er einen doch erst mit 80 Jahren und diese Dauer ist für 20 Jährige jawohl unvorstellbar. 80 Jahre irgendwo auf der Erde rumkrebsen, das ist ungefähr so vorstellbar wie die Existenz des Planeten Kronos der Klingonen. Also schwierig.

Juli Zeh Nachts sind das Tiere
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Ist Juli Zeh eine anstrengende Intellektuelle, die sowieso immer alles besserweiß?

So wie Juli Zeh die Gemüter provoziert in ihren Texten, möchte ich auch heute euch provozieren. Ich weiß nicht, wer sich wirklich schon mit den Büchern von Juli Zeh auseinandergesetzt hat oder wer Juli Zeh überhaupt kennt. Vor ein paar Tagen habe ich ein persönliches Experiment gewagt und endlich mal ein Buch von Frau Zeh gelesen. Meine Wahl fiel auf „Nachts sind das Tiere“, es erschien im September 2014.

Karen Duve Warum die Sache schiefgeht
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Die neusten Gedankengänge von Karen Duve

Im Oktober 2014 erschien das neuste Essay von Karen Duve. „Warum die Sache schiefgeht“. Der Name ist Programm. Es ist ein zwiespältiges Werk geworden. Es dramatisiert. Es polarisiert. Es strotzt vor Sarkasmus. Und ich sitze hier und weiß immer noch nicht so recht, was ich denn von diesem kleinen Büchlein halten soll. Der verzweifelte Leser bin ich, wenn man es so will.