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Weißblende von Sonja Harter oder eine beengende Adoleszenz

Wie die Hölle für einen Teenager wohl aussieht weiß ich nun nachdem ich „Weißblende“ von Sonja Harter gelesen habe. Obwohl, eigentlich ist das auch nicht wahr – ich weiß jetzt, wie eine Hölle aussieht, denn jeder Teenager erbaut sich während der Pubertät und kurz danach seine eigene Hölle, ebenso wie die Hölle für jeden Erwachsenen individuell ist. Jeder hat andere Ängste und Sorgen. Ich habe den Debütroman „Weißblende“ von Sonja Harter für den Buchbloggerpreis von Das Debüt gelesen und ja, der Begriff Hölle passt ganz gut in diese Rezension.

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Der Buchbloggerpreis von Das Debüt – Meine Stimme

Am 16. November wurde die Shortlist des Buchbloggerpreises, welcher vom Blog Das Debüt veranstaltet wird, veröffentlicht. Auf der Shortlist stehen 5 Bücher, allesamt von Debütautoren, denn es gilt, das beste Debüt des Jahres zu finden.

Auf der Shortlist stehen folgende Titel:

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Der Abenteuerroman Ymir oder aus der Hirnschale der Himmel von Philip Krömer

Als kleines Mädchen begab ich mich früher oft auf Expedition: In den Dschungel, in den Hades – also die Unterwelt der griechischen Mythologie, in die Wüste, in das tiefe Meer oder manchmal sogar auf den Mount Everest. Das fand natürlich nur in meinen Gedanken statt, aber als Kind ist das real. Die Abenteuer sind real. Das Buch „Ymir oder aus der Hirnschale der Himmel“ von Philip Krömer hat mich an diese Zeit erinnert als ich sorgloser und meine Fantasie noch nicht beschnitten war durch Prüfungsstress und der Überlegung, ob auch im nächsten Monat das Geld fürs Studentenleben ausreichen würde.

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Nachts ist es leise in Teheran von Shida Bazyar oder die jüngere Geschichte des Irans

Schon lange habe ich keinen solchen Roman mehr gelesen, der neben der Unterhaltung auch so viel Wissen für seinen Leser bereithält. Denn ich hatte ja keine Ahnung – wie man so oft im Leben eigentlich keine Ahnung hat oder weißt du etwas über die jüngere Geschichte des Irans und warum Iraner nach Deutschland flüchten? Ich nicht. An „Nachts ist es leise in Teheran“ von Shida Bazyar fiel mir besonders die Vermischung von Unterhaltung, wohldosierter Faktenvermittlung und dem Fingerzeig auf die Probleme in der Gesellschaft auf.

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Blauschmuck von Katharina Winkler oder wenn Gewalt zu Literatur wird

Selten hat Literatur eine so starke Wirkung auf mich gehabt. Lesen verbinde ich tendenziell mit positiven Empfindungen, aber bei „Blauschmuck“ von Katharina Winkler war das Lesen nicht durch gute Gefühle geprägt, sondern durch Schrecken. Auf fast jeder einzelnen Seite hat sich mein Magen zusammenziehen müssen, habe ich mit der Protagonistin Filiz gelitten, gezittert und um Besserung gebangt. Nicht sehr häufig haben mich Sätze so bewegt, dass ich nicht nur sprichwörtlich mitgelitten habe. Ich habe tatsächlich gelitten! Das muss diese große Literatur sein, von der so viele Menschen erzählen und die es doch nur so selten gibt.

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Weißes Rauschen oder Die sieben Tage von Bardorf

Seit 16. November ist die Shortlist des Bloggerpreises für Literatur „Das Debüt 2016“ öffentlich und ich bin eine der Juroren. Auf der Shortlist stehen 5 Bücher – „Weißes Rauschen oder Die sieben Tage von Bardorf“ ist eines dieser fünf und das erste Buch, welches ich gelesen habe. Das Debüt von Uli Wittstock ist kein Krimi, aber es beginnt mit einem Mord.