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Dada Almanach: Vom Aberwitz ästhetischer Contradiction (Manesse Verlag)

Mein erstes Mal Dada habe ich im Alter von 17 Jahren erlebt und wie so oft im Leben bleibt das erste Mal von irgendwas einem besonders im Gehirn kleben. Lustigerweise war dieses Erlebnis in einem eher staubig-langweiligen Umfeld, denn es war zu meiner Abiturzeit – 11. Klasse. Es war der Deutschunterricht, die Stunde hatte eigentlich nicht wirklich begonnen, die Lehrerin hatte den Unterricht nicht wie sonst mit austauschbaren Phrasen der Begrüßung eröffnet. Sie stand einfach auf und schrie ganz laut „JOLIFANTO bambla ô falli bambla“. Damals vermutete ich, dass der Wahnsinn statt nur in meiner Familie und bei mir nun auch endlich in der Schule angekommen war.

Ingeborg Bachmann
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Die Gedichte von Ingeborg Bachmann

Es gibt Lyriker, die lassen einen nicht mehr los. Irgendwann liest man ein Gedicht, dann entdeckt man noch ein Zweites. Ein drittes Gedicht kommt dazu. Dann kauft man sich ein ganzes Buch mit Gedichten des Poeten und vielleicht hat man dann plötzlich das Gesamtwerk im Regal stehen. Mir hat es ganz besonders Ingeborg Bachmann angetan. Im Alter von etwa 14 Jahren habe ich ihr Gedicht „Ich“ gelesen und ich war beeindruckt.  Allerdings ist die Begeisterung auch kein Wunder, wenn man selbst gerade seine Sturm und Drang Phase hat. „Ich“ war eines der frühen Gedichte von Ingeborg Bachmann.