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Was ich 2017 ausprobieren möchte

Zur Jahreswende habe ich das letzte Buch von Roger Willemsen „Wer wir waren“ gelesen. Es hat mich beeindruckt, schwer erschüttert und wohl am meisten von allen gelesenen Büchern 2016 verändert. Willemsen schreibt sein Buch aus einer etwas anderen Perspektive. Er fragt sich, was die Menschen in der Zukunft wohl über uns Menschen in der Gegenwart denken werden. Ein schwieriges und Schwindel erregendes Gedankenexperiment.

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Wie ich mit einem Buch mein Leben neu begann

Jetzt gerade bin ich 25 Jahre alt. Seit dem ich 14 Jahre alt war, habe ich ständig etwas mit der Buchbranche zu tun gehabt, habe mich vom Marketing der Verlage verführen lassen und ich habe selbst andere zu Büchern verführt – egal ob mit meinem Literaturblog oder bei meiner Arbeit im Buchhandel. Jetzt führe ich also schon mehr als 10 Jahre eine besondere Beziehung zur Literatur. Mit 14 Jahren machte ich ein Praktikum in einer Kleinstadt-Buchhandlung und danach war ich jedes Jahr mindestens einmal dort in den Ferien arbeiten bis ich mein Abitur hatte. Für mich war es das Paradies oder zumindest verkläre ich es so in der Nostalgie. Ich durfte jeden Tag die Pakete voll mit neuen Büchern auspacken und am Nachmittag habe ich die Kasse im Laden bedient und mich mit den Kunden unterhalten. Und niemand hat dabei gedrängelt, die wenigsten Kunden waren schlecht gelaunt oder in besonderer Eile.

#warumichlese
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Wie ich mich an einem verregneten Tag im Juni ins Lesen verliebte

Mit 14 Jahren hatte ich keine Lust auf die Welt. Ich hatte keine Lust, mich mit anderen Menschen auseinanderzusetzen. Damals hat mich alles genervt und es war unendlich anstrengend. Zum Glück bin ich mittlerweile zu alt für diesen pubertären Hormon-Cocktail aus Melancholie, Hass und Smirnoff Ice. Das alles habe ich hinter mir gelassen und ich wünsche mir diese süße Zeit der Jugend, wie sie von manchen Leuten glorifiziert wird, definitiv nicht zurück. Es war nicht die aufregende Zeit des „Alles-mal-Ausprobierens“ und der ersten großen Liebe. Für mich war es die Zeit des Weltuntergangs, auf den ich voller Inbrunst gewartet habe und bis es soweit war, habe ich eben am Computer die Nächte durchgezockt und mir nebenbei Horrorfilme im Fernseher reingezogen. Ich war furchtbar.

Erfolg und Scheitern beim Bloggen FB
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Über Erfolg und Scheitern beim Bloggen

„Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern.“ Diese Worte gab der Patron der Fließbandfertigung zum besten: Henry Ford. Und Ford muss es wissen als Gründer des gleichnamigen Autoherstellers – mit Sicherheit hat er in seinem Unternehmerleben Probleme kennengelernt, die nicht so einfach zu lösen waren. Sicherlich wurde auch er kritisiert für seine Entscheidungen, für seine Meinung oder die Krawatte, die er am Morgen gewählt hat. Aber genauso wird Ford in seinem Leben häufiger Gelegenheit gehabt haben, mit einem Glas Sekt auf den neusten Erfolg anzustoßen. Ich frage mich, was er wohl geantwortet hätte, bei der Frage, was sein größter Erfolg war. Wäre es die Gründung der Automarke Ford? Wäre es die Entwicklung der Tin Lizzy? Wäre es der Einfall mit dem Fließband? Keine Ahnung. Und keine Ahnung habe ich, wenn ich über meinen größten Erfolg beim Bloggen gefragt werde. Leider wurde ich das in den letzten Tagen auffällig häufig – erst bei der #MeettheBloggerDE Challenge von Anne Häusler und dann bei einem Interview für ein Magazin.

Das krampfhafte Beharren auf Unsterblichkeit
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Das krampfhafte Beharren auf Unsterblichkeit

Vor lauter Leichtsinnigkeit vergisst man gern als junger Mensch das Ende. Eigentlich ist vergessen auch nicht das richtige Verb. Es ist eine Mischung aus Vergessen, Verdrängen und einfach Nicht-Wissen. Der Tod ist auch wahnsinnig weit weg. Erwartet er einen doch erst mit 80 Jahren und diese Dauer ist für 20 Jährige jawohl unvorstellbar. 80 Jahre irgendwo auf der Erde rumkrebsen, das ist ungefähr so vorstellbar wie die Existenz des Planeten Kronos der Klingonen. Also schwierig.

Dolchstichtauben
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Dolchstichtauben bewaffnet mit Stöckchen

Es gibt Abende, die sind so absurd, die können eigentlich nicht passiert sein. Vor wenigen Tagen hatte ich einen dieser Abende. Es begann ganz harmlos: Samstag. Sonnig. Super!

In KM-Stadt war die Lesenacht angekündigt. Für Leseratten wie mich hat das Potenzial und ist auch etwas Besonderes, denn selten wird hier Literatur gefeiert. Wochen im Voraus stand für mich und meine Freundin fest, dass wir unbedingt dahin müssen. Und dann waren wir da. Eigentlich basierte der gesamte Abend auf einem Konglomerat aus unfreiwilliger Komik und totaler Ratlosigkeit. Was ging hier vor?

Krank an der Vielzahl von Möglichkeiten
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Krank an der Vielzahl von Möglichkeiten

In den vergangenen Monaten hab ich mich sehr geplagt mit mir selbst. Es geht um nichts Geringeres als die Zukunft. Was macht man mit ihr, wenn man gefühlt noch eine Unendlichkeit Zeit hat? Womit füllt man sein Leben? Womöglich klingen diese Fragen jetzt etwas hochtrabend, nichtsdestotrotz sind sie wichtig. Natürlich kann man diese Fragen mit seinen höchsten Idealen und Werten beantworten – man will Gutes im Leben tun. Aber das bringt mich in meiner Sache nicht sehr viel weiter.

Pech und Scheitern
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Zwischen Pech und Scheitern.

Tage, an denen man besser nicht aufstehen sollte. Klar, es gibt Menschen, die haben die jeden Tag. Bisher habe ich mich nicht dazu gezählt. Wollte ich auch nicht. Aber jetzt war es dann halt doch so weit. Eigentlich war der Tag auch gar nicht zum Scheitern vorprogrammiert. Nein – die Voraussetzungen waren gut. Hervorragend sogar. Ich hatte fast den ganzen Tag frei und Zeit mich um die Arbeiten zu kümmern, die sonst untergehen.