Artikel
0 Kommentare

Die Saat von Guillermo Del Toro [Rezension]

Die Saat Guillermo delToro

Die Saat war ein Spontankauf. Ich hatte das dringende Bedürfnis ein Zombiebuch zu lesen.  Momentan gibt es davon auch so wahnsinnig viele. Ist da ein neuer Hype in Sicht?
Jedenfalls musste ganz schnell etwas ganz Spannendes her. Und Die Saat hat mich irgendwie angelacht. Warum? – Ist eine gute Frage. Ich denke, wegen der Metalloptik. Die fällt nämlich ziemlich auf im Buchregal. Und dann noch die Blutschrift. Heyne hat sich gestalterisch schon ins Zeug gelegt.

Die Saat

Die Saat – Der Inhalt

Auf dem John F. Kennedy Flughafen in New York landet ein Flugzeug. Die Landung verläuft ohne Komplikationen. Seltsam wird es dann, als das Flugzeug verlassen und ohne irgendwelche Lebenszeichen auf der Landebahn stehen bleibt. Alle Rollos sind heruntergezogen, das Triebwerk und die gesamte Elektronik sind komplett ausgeschaltet. Tumult bricht im Tower aus. Was ist mit dem Flugzeug? Findet hier gerade ein Terroranschlag statt? Per Funk meldet sich niemand. Sämtliche zuständige Behörden werden informiert, darunter auch das Canary-Projekt unter Eph´s Leitung. Das sind Spezialisten in der Bekämpfung von exotischen und mysteriösen Seuchen.  Eph hatte an diesem Wochenende eigentlich nur Zeit mit seinem Sohn, Zack, verbringen wollen, bis er zum Flughafen gerufen wird.

Meine Meinung

Normalerweise bin ich ein Angsthase, was Gruselbücher anbelangt. Aber ich kann Entwarnung für meinesgleichen geben. An dem Buch ist nichts schaurig. Die Saat ist nur bis circa Seite 200 spannend, danach wird es ziemlich bald langweilig. Ohne Buh und Gänsehaut. Deshalb ist Die Saat für mich eine herbe Enttäuschung. Was denken da bloß erst Fans richtiger Horror- und Spannungsliteratur?
Unter der Inhaltsangabe findet man nur Lobgesang von „Stern“, „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ und „3sat Kulturzeit“. Jetzt frage ich mich schon, ob ich etwas falsch gemacht habe.
Die Saat ist gegliedert in unendlich viele kurze Artikel, in denen immer wieder das Geschehen und die Erlebnisse anderer Personen geschildert werden. Mich haben die vielen Handlungsstränge schon genervt. Dadurch bleiben die Charaktere natürlich völlig auf der Stelle. Der Einzige, dem ein paar mehr Seiten gewidmet werden, ist Eph. Aber sonst rauscht das Buch nur so durch.
Dabei hat Die Saat vielversprechend begonnen. Die Idee mit dem „toten Flugzeug“ war brillant und hat bei mir echt Nervenkitzel ausgelöst. Wer oder was steckt dahinter? Aber als das Rätsel dann gelöst war, war es dann vorbei mit der Spannung. Dann wurde sich nur noch blutig durch New York gekämpft. Ätzend.
Die beiden Fortsetzungen werde ich garantiert nicht lesen.

Fazit

Ein oberflächlicher Spannungsroman, der stark begann, aber dann auch stark nachließ. Schade!

1

 

Kommentar verfassen