Kapri-zioes

The ocean at the end of the lane von Neil Gaiman

Neil Gaiman ist ein Meister im Schreiben von Fantasy-Romanen. Jedenfalls wird das so häufig behauptet. Ob das wirklich stimmt, habe ich nun selbst erforscht. The ocean at the end of the lane ist 2013 in Englisch erschienen. Im Oktober 2014 wird es das Buch auf Deutsch geben. Es ist bisher der letzte Roman von Neil Gaiman.

Ich bin ziemlich froh endlich endlich! wieder ausgiebig Zeit zum Bloggen zu haben. Mein Prüfungsmarathon ist vorbei. Seit meinem letzten Beitrag hatte ich Prüfungen in Produktion, Marketing und Mathematik. Uff. Gerade am Freitag, nach Mathe, war nicht mehr viel mit mir anzufangen. Obwohl ich dann, nach der Prüfung, Semesterferien hatte. Aber gut, jetzt habe ich mich wieder erholt und kann guten Gewissens ein bisschen Zeit zum Schreiben investieren.

The ocean at the end of the lane ist ein schmales Büchlein. Ich habe es irgendwann während der Prüfungszeit an einem Abend gelesen aus Neugier auf die Schreibkünste von Neil Gaiman. Seit ewigen Zeiten habe ich mir vorgenommen, ein Buch von ihm zu lesen.

Der Inhalt von The ocean at the end of the lane

Ein Mann im mittleren Alter kehrt anlässlich einer Beerdigung in seine Heimatstadt zurück. Das Elternhaus gibt es schon längst nicht mehr, dennoch befindet er sich auf der Straße dorthin. Er fährt zum Haus am Ende der Straße. Dort, wo seine Freundin Lettie Hempstock wohnte, als er gerade einmal sieben Jahre alt war.

Dieser Mann beginnt sich zu erinnern an die verrückten Begebenheiten seiner Kindheit. Er sitzt am Ententeich. Von diesem Ententeich behauptete Lettie immer, es wäre ein Ozean.

Meine Meinung

Ein wenig unheimlich ist diese Geschichte schon. Aber nicht so sehr, dass man nachts aufwacht, weil irgendwas geknarrt hat. Da kann ich Entwarnung geben. Auch größere Angsthasen können das Buch lesen, aber für Kinder ist das Buch wirklich nicht geeignet.

Bemerkenswert ist der Name des Ich-Erzählers. Man erfährt ihn nicht. Mir fällt irgendwie gerade kein weiteres Buch ein, die ohne den Namen des Erzählers auskommt. So gesehen kann diese Geschichte jedem passiert sein. Genial.
Im Buch geht es nicht wirklich um das Erwachsenwerden. Der Erzähler erfährt durch die Ereignisse in seiner Kindheit schon sehr jung, dass es das Böse gibt. Dieses Böse wird jedoch nicht unbedingt von jedem als solches erkannt. Seine Eltern erkennen es zum Beispiel nicht und diese sind erwachsen und sollten ihn doch eigentlich beschützen. Ich möchte nicht zu viel Inhalt aus dem Buch verraten, deshalb bleibe ich lieber etwas vage. Aber irgendwie erinnern die Episoden in diesem Buch mich an meine eigenen Alpträume in der Kindheit, nur dass diese im Buch Realität sind.

Monsters come in all shapes and sizes. Some of them are things people are scared of. Some of them are things that look like things people used to be scared of a long time ago. Sometimes Monsters are things people should be scared of, but they aren´t. –S.112

Aber nichtsdestotrotz gibt es in dieser Geschichte nicht nur Schrecken. Der Erzähler findet in Lettie Hempstock eine wahre Freundin. Freundschaft und Mut spielen eine große Rolle. Lettie wohnt zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Oma. Keine Männer. Ich habe die Szenen im Haus der Hempstocks immer sehr genossen. Sie waren humorvoll und freundlich.

Am Ende des Buchs gibt Herr Gaiman uns auf dem Weg, dass man dieses Böse besiegen kann, aber dafür gibt es auch immer einen Preis, den es zu zahlen gilt.

Books were safer than other people anyway. – S.9

Neil Gaiman ist wirklich ein Meister seines Fachs. Das Besondere beim Lesen ist, die fantastischen Elemente wirken gar nicht so fantastisch. Sie werden perfekt in die Geschichte eingewoben, sodass sie wie Realität wirken. Gerade diese Tatsache macht für mich die Faszination an Gaimans Roman aus. Im Übrigen habe ich mir bereits American gods von Neil Gaiman zugelegt. Mit Sicherheit werde ich es bald lesen.

Fazit

The ocean at the end of the lane ist ein empfehlenswertes Buch über die Schrecken der Kindheit, die Erwachsene nicht (er)kennen. Lesen!