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Bericht zur Leipziger Buchmesse – Teil 2

Leipziger Buchmesse

Nach dem ersten Teil meines Messeberichts zur Leipziger Buchmesse folgt heute schon der zweite und auch letzte Teil. Irgendwann ist ja auch mal wieder gut. In diesem Artikel möchte ich zunächst gern weiter an mein absolviertes Veranstaltungsprogramm anknüpfen und dann noch meine Messeausbeute vorstellen.

Lesungen und Gespräche mit Autoren auf der Leipziger Buchmesse 2014

Samstag

Der erste Teil meines Berichts endete am Samstagnachmittag. Zur Rekapitulation: Ich war auf dem sagenhaft schönen Lovelybooks-Blogger/Leser-Treffen. Anschließend an das offizielle Programm des Lovelybookstreffens haben Diana und ich ungefähr 1,5 bis 2 Stunden mit anderen Bloggern quatschend verbracht. So lange, dass es dann irgendwann um 17 Uhr wurde und wir uns allmählich auf den Weg in die Innenstadt machen mussten, schließlich wollten wir gute Plätze bei der Loewe-Thriller-Nacht erhaschen. Diesen Plan konnten wir auch verwirklichen gemeinsam mit Mandy von Buchblog um die Ecke. Bei der Thrillernacht waren vier bekannte Jugendbuchautoren zu gegen. Jeder hatte jeweils etwa eine halbe Stunde Zeit für ein Gespräch und eine kurze Kostprobe aus deren Büchern. Anwesend waren:

  • Gina Mayer „In guten wie in toten Tagen“
  • Janet Clark „Singe, fliege, Vöglein stirb“
  • Arno Strobel „Abgründig“
  • Ursula Poznanski „Die Verschworenen“

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Sonntag

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Der letzte Tag der Messe war ziemlich schnell gekommen und erste Ermüdungserscheinungen gab es selbstverständlich auch. Deshalb haben wir uns auch keinen Stress mehr gemacht, alle Lesungen unbedingt ansehen zu müssen, die auf dem Plan standen.Unsere erste Veranstaltung am Sonntag fand um 13:30 Uhr statt und war die Lesung von Bettina Belitz aus „Vor uns die Nacht“. Von diesem Buch war ich sehr enttäuscht. Letztes Jahr war ich auf einer Lesung zu „Linna singt“, ebenfalls von Bettina Belitz. „Linna singt“ war sehr gut und überaus empfehlenswert. Allerdings haben mir die wenigen Seiten, die von „Vor uns die Nacht“ gelesen wurden schon gereicht, um mich zu frustrieren. Unlogischer Mädchenkitsch. Aber kann ja nicht jedes Buch toll sein, hu.

Ab 15 Uhr hatten wir dann Dauerplätze im MDR-TV-Forum, weil drei Veranstaltungen hintereinander sehr vielversprechend klangen, waren sie dann auch. Denn Auftakt machte Katrin Bauerfeind mit „Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag: Geschichten vom schönen Scheitern“. Das Gespräch war wahnsinnig humorvoll und sehr erfrischend. Katrin Bauerfeind ist eine sehr sympathische Person.Leipziger Buchmesse 2Leipziger Buchmesse 1

Anschließend gab es ein wenig Kontrastprogramm: Elmar Faber sprach über „Verloren im Paradies: Ein Verlegerleben“. Elmar Faber wurde 1934 geboren und trägt das Bundeverdienstkreuz 1.Klasse. Er war lange Zeit der Verleger des Aufbau-Verlages in der DDR. Elmar Faber erzählte aus seinem sehr interessanten Leben.Den Messeabschluss der Leizpiger Buchmesse machte dann Sebastian Fitzek mit Lesung und Gespräch zu „Noah“. Herrn Fitzek habe ich nicht zum ersten Mal gesehen, es macht Freude ihm bei Lesungen zu lauschen. Sein neuster Thriller ist ein Öko-Thriller, die zentrale Frage des Buchs lautet: Wie viele Menschen erträgt die Erde? Das Thema ist heute aktueller denje und zeugt von unglaublicher Brisanz.

Die Leipziger Buchmesse ist ein Garant für einen Buchrausch.Leipziger Buchmesse 4

Jetzt nicht bei diesem Stapel erschrecken. Ich habe glücklicherweise nicht alles gekauft, sonst müsste ich jetzt wohl erstmal betteln gehen. Lovelybooks und Bastei Lübbe waren sehr großzügig zu uns. Allein Lovelybooks spendierte vier! Leseexemplare: „Wohin der Wind uns weht“, „Ein schädlicher Einfluss“, „Die Seltsamen“ und „Das Mädchen mit dem Haifischherz“. Von Bastei Lübbe gab es das Backbuch „Törtchenzeit: all you need is sweet“. Worüber ich als Foodbloggerin natürlich sehr glücklich und überrascht war.Das Kochbuch „Milchfrei kochen“ habe ich zur Rezension bekommen von „Der Kleine Buch Verlag“ aus Karlsruhe. Das ist ein schnuckeliger, kleiner und junger Buchverlag mit einem Schwerpunkt auf belletristischer Literatur. „Milchfrei kochen“ ist das einzige Kochbuch aus dem Programm.Leipziger Buchmesse 3

Nicht widerstehen konnte ich bei „Phantasmen“ von Kai Meyer, die Lesung hatte mich viel zu sehr in ihren Bann gezogen. Und halbe Plankäufe waren sowohl „Oryx und Crake“ von Margaret Atwood und „Der unsichtbare Apfel“ von Robert Gwisdek.Als ich am Sonntag am Penguin Verlag vorbei schlenderte, habe ich dann noch „Gretel and the dark“ für mich entdeckt. Ab Mittag hatte der Verlag bereits zu Sonderkonditionen seine Bücher verkauft. Und da ich häufig und viel englische Bücher lese, wurde ich da ebenso schwach.Leipziger Buchmesse 7Um ein Resümee zu ziehen: Ich hab selten so viel erlebt, wie in diesen vier Tagen Leipziger Buchmesse. Nicht nur all die ganzen Veranstaltungen waren höchstinteressant, es war auch wahnsinnig toll an den Messeständen all die schönen Bücher zu betrachten, in die Hand zu nehmen, zu blättern.

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