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Ein gutes Ziel: Wie ich meine Selbstzweifel besiegen möchte

Es ist jetzt etwa ein Monat vergangen seitdem mich meine Selbstzweifel so sehr geplagt haben, dass ich das Gefühl hatte, ich muss etwas dagegen tun. So ging es nicht weiter. Ich stellte mein Können infrage. Schon seit August schrieb ich an einer Seminararbeit und es gab in dieser Zeit selten einen Moment, in dem ich zufrieden mit meinen Texten oder Rechercheergebnissen war. Obwohl ich gern schreibe und auch mit den strengen Formalien im wissenschaftlichen Schreiben normalerweise keine Probleme habe. Ich war unzufrieden mit meinem Körper und spürte, dass mir Bewegung fehlte. Außerdem fand ich mich auf Arbeit in einer ganz neuen Situation und habe neue Aufgaben bekommen. Sogar an diesem Literaturblog habe ich gezweifelt und ob der viele Aufwand, den ich mir dafür mache, überhaupt einen Sinn hat oder ob ich meine Kraft nicht besser in etwas anderes stecken sollte. Du siehst, es war schwierig.

Ein gutes Ziel

Als ich darüber nachgrübelte, was ich nun mit mir und meinem Leben mache, habe ich das Buch „Ein gutes Ziel“ entdeckt. Vielmehr habe ich ein Interview mit dem Gründer des dazugehörigen Unternehmens Ernst Neumeister gelesen. Leider finde ich dieses Interview nicht mehr, sonst hätte ich es dir gern gezeigt. „Ein gutes Ziel“ ist Notizbuch und Ratgeber in einem. Es wirbt damit, dass es dir hilft, innerhalb von 3 Monaten ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Der Hauptteil des Buches besteht nicht aus gedruckten Texten, sondern aus freien Zeilen zum selbst hineinschreiben. Und genau das ist das Wichtige an diesem Buch. Denn jeder legt sein Ziel selbst fest: Eine Sprache lernen, X kg Abnehmen, ein Unternehmen gründen, eine Abschlussarbeit schreiben oder irgendetwas anderes.

Mein gutes Ziel

Zunächst war ich mir ziemlich sicher, dass ich so unzufrieden bin, weil ich mich zu wenig bewege und so unsportlich geworden bin. Ja, sogar in den letzten 1,5 Jahren ein paar kg zugenommen habe. Aber ziemlich schnell merkte ich im ersten Teil von „Ein gutes Ziel“, dass dies nicht die Wahrheit ist. Im ersten Teil des Buches wird nämlich erst einmal an der Festlegung und Formulierung des Ziels gearbeitet. Wirklich ausführlich gearbeitet und hinterfragt. Diesen Teil fand ich besonders erhellend für mich. Anschließend geht es darum, das Ziel in kleine Unterziele zu zerlegen und festzulegen, bis wann eine bestimmte Aufgabe erledigt sein soll. Den Hauptteil von „Ein gutes Ziel“ bildet dann eine Art Tagebuch, in welchem man täglich Fortschritte und Rückschritte aufschreibt. Einmal in der Woche wird dann Resümee gezogen.

Ich habe nun 4 Wochen von „Ein gutes Ziel“ hinter mir und das tägliche Eintragen in das Buch motiviert mich, am Ball zu bleiben. Noch dazu, weiß ich genau, wo ich stehe und kenne meine nächsten Schritte. Mein gutes Ziel ist es, mich von meinen Zweifeln zu verabschieden. Ich möchte mehr Selbstvertrauen gewinnen, gelassener werden und nicht ständig über die Gemeinheiten meiner Mitmenschen grübeln. Um das zu erreichen, habe ich mir verschiedene Aufgaben auferlegt. Mehr Bewegung ist eine davon. Darüber hinaus lese ich gerade ein paar Bücher zum Thema Gelassenheit und Philosophie. Aber ich arbeite auch täglich an meinen Gedanken und versuche mich möglichst wenig zu ärgern. Ich probiere bewusst neue Sachen aus, von denen ich bisher keine Ahnung habe wie zum Beispiel Nähen. Und in erster Linie übe ich mich im Neinsagen zu Dingen, die ich eigentlich nicht machen möchte. Es ist eine spannende Zeit für mich.