Kapri-zioes

3 Gründe „Bret Easton Ellis und die anderen Hunde“ von Lina Wolff nicht zu lesen

Bevor ich dir die Gründe nenne, warum der Roman „Bret Easton Ellis und die anderen Hunde“ von Lina Wolff mir nicht gefallen hat, zeige ich dir natürlich, worum es überhaupt in dem Buch geht. Araceli wohnt gemeinsam mit ihrer Mutter in Barcelona. Für die Mutter sind Männer nur eine bessere Dekoration, sie wechselt Männer häufig und hat auch nur kurze Affären. Nichts ist da wirklich beständig. Zu Beginn von „Bret Easton Ellis und die anderen Hunde“ zieht die exzentrische Schriftstellerin Alba Cambo in die Wohnung unter Araceli und ihrer Mutter. Von Anfang an ist Aracelis Mutter sehr neugierig auf die Schriftstellerin. Sie sammelt sogar jede der Kurzgeschichten, die Alba Cambo in einer Zeitschrift veröffentlicht als wären es Artikel von ihrer eigenen Tochter. Alle drei lernen sich im Verlauf des Buches besser kennen und Alba Cambos Leben wird erzählt.

Warum ich „Bret Easton Ellis und die anderen Hunde“ nicht gern gelesen habe

1. Bis zur letzten Seite hat sich keine Spannung aufgebaut. Ich konnte keinen wirklichen Konflikt im Buch entdecken, der es wirklich wert gewesen wäre, gelöst zu werden. Deshalb hatte ich auch nichts, woran ich mich beim Lesen festklammern konnte, was es wert gewesen wäre, zu erfahren. Nichts hat mich neugierig auf das Ende des Buches gemacht.

2. Lina Wolff flechtet in „Bret Easton Ellis und die anderen Hunde“ immer wieder endlos lange Passagen mit Erzählungen aus dem Leben von Randpersonen ein. Oder Araceli erinnert sich an Begebenheiten aus ihrer Kindheit, die jetzt in meinen Augen auch nicht so wichtig waren. Es vergehen dann schon mal etliche Seiten bis man wieder in der Gegenwart ankommt. Ich fand das langatmig und langweilig. Es hat mich schlichtweg nicht interessiert, was vor 10 Jahren passiert ist. Ein wenig getröstet haben mich dann so tolle Sätze wie „Alba Cambo und ich wollten leben, und wenn wir daran stürben“ (Seite 15). Aber das wars dann auch schon.

3. Eng verbunden mit der fehlenden Spannung und der Langatmigkeit steht für mich auch der fehlende rote Faden. Ich habe das ganze Buch über nicht wirklich herausgefunden, um was es wirklich geht. Ja klar, um das Leben der Schriftstellerin Alba Cambo, aber dann? Warum gerade ist ihr Leben so interessant? Dazu ist die Biografie der Schriftstellerin noch verschüttet unter Nebengedanken und Lebensgeschichten der anderen Figuren, die auch nicht immer etwas mit Alba Cambo zu tun haben. Noch dazu taucht dann im Buch selbst auf einmal eine Kurzgeschichte von Alba Cambo auf, die erzählt wird. Auf dem Klappentext wird ein „Strudel aus schillernden Geschichten“ angekündigt. Ein Strudel ist es wirklich und er saugt den Leser ein bis er sich überhaupt nicht mehr im Buch zurechtfindet.

Lina Wolff: Bret Easton Ellis und die anderen Hunde. Tempo Verlag. ISBN: 978-3455001075. 304 Seiten. 22,00 €.

Weitere Rezensionen auf anderen Blogs:
Fluffy Words