Kapri-zioes

#Bloggerliebe – Warum ich nicht mehr aufhören möchte zu bloggen.

Es war August. Es war sehr sonnig und ich hatte Urlaub. Nur ein paar Tage, in denen ich ein wenig Langeweile verspürte. Es war 2012 und die Zeit als ich mit dem Bloggen begann. Jetzt nach 4,5 Jahren kann ich nur noch schwer nachvollziehen, was ich mir damals dachte. Aber ich weiß noch, dass ich unbedingt ausprobieren wollte, wie es ist, einen Blog zu haben und ein Thema, an dem man sich abarbeitet. Mein Thema hatte ich damals auch sehr schnell gefunden: Ich arbeitete im Buchhandel und liebte es zu lesen. Außerdem mochte ich nachhaltige Produkte.

Die ersten Schritte

Wegen dieser Interessen war Kapri-zioes.de zuerst einmal eine Art Gemischtwarenladen. Mal ging es um Bücher, mal um etwas zu essen oder um Öko-Kosmetik. Heute nutze ich immer noch gern Creme, die sonst nur Veganer sich auf die Nase schmieren, obwohl ich BWL studiere und obwohl ich auch gern mal ein Steak esse. Aber darüber schreiben möchte ich nicht mehr. Und ich möchte auch nicht darüber bloggen, wie ich Essen koche. Das habe ich mal eine Zeit lang unter dem Foodblog „Adorable Food“ gemacht. Aber das war wohl eher aus Liebe zu meinem damaligen Freund und wie das oft so ist im Leben, blieb das nicht Teil meines Lebens nach dem Ende der Beziehung. Schließlich koche ich gern, aber darüber möchte ich nicht wirklich mit anderen Menschen reden.

Aber richtig fetzen mir die Gespräche mit anderen Menschen über Bücher und Literatur im Allgemeinen. Das ist so schön und seitdem ich nur noch über diese Themen blogge, kann ich das auch jeden Tag tun. Seit Sommer 2014 gab es bei mir keine einzige Blogpause mehr. Mein Bekanntenkreis der Buchmenschen hat sich in den letzten Jahren extrem erweitert und dafür bin ich meinem Blog dankbar.

Dankbarkeit

Richtig besonders wird es für mich, wenn ich zu Veranstaltungen fahre.  Zum Beispiel auf die Leipziger Buchmesse, zu Barcamps wie dem LitCamp in Heidelberg  oder auf Konferenzen wie dem #BSEN. Dort darf ich dann auch endlich mal die Menschen kennenlernen, mit denen ich auf Twitter schreibe oder die auf meinem Blog kommentieren. Häufig gefällt mir das besser als Weihnachten, denn es ist aufregend und ich werde eigentlich jedes Mal überrascht.

Ein besonderes Highlight meiner Blogger-Karriere war die Teilnahme am Literaturfestival „Zürich liest 2016“. Auch dafür bin ich sehr dankbar, denn ich habe eine schöne Stadt und ihre hiesige Literaturszene kennengelernt. Noch dazu konnte ich mehrere Tage mit anderen Buchbloggern verbringen, die ich sehr mag. Buchbloggen ist für mich etwas fürs Herz. Die Sache mit der Monetarisierung stelle ich hinten an. Klar, wäre es schön, mit meinem Lieblingsspielzeug auch etwas Geld zu verdienen, aber nur, wenn alles passt. Ich möchte das, was mir wirklich Freude bereitet nicht billig verkaufen.

Bloggerliebe teilen

Da ich die Buchbloggerszene so mag, möchte ich dir jetzt noch 3 relativ neue Blogs zeigen. Ich habe bewusst diese Blogs gewählt, weil sie entweder noch nicht sehr lang dabei sind oder nicht so bekannt. Ich möchte meine Bloggerliebe gern teilen und vor allem hoffe ich, noch viel von diesen Blogs zu sehen. Bloggen kann manchmal ganz schön anstrengend sein, aber Ausdauer und Hartnäckigkeit wird ganz sicher belohnt.

1. Lohnt das Lesen
Besonders gern an Lohnt das Lesen mag ich die Themenmischung und natürlich die Sache mit der Polyamorie.

2. Little Words
Karin macht richtig schöne Fotos für ihren Blog und ihr Instagramaccount ist einer meiner liebsten.

3. Schwarzaufweiß
Schwarzaufweiß habe ich selbst gerade erst entdeckt, aber noch nirgends hat jemand dieses weiße Blogdesign stringenter durchgezogen als Sven. Auch sehr stringent ist die Auswahl der Bücher.


Diesen Beitrag habe ich für die Blogparade #Bloggerliebe von Stefanie Leo auf ihrem Blog lesenliebenlachen.de verfasst.