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Aus dem Leben einer Leserin: Februar 2017

Das wahre Leben

Mein Februar war wirklich monoton. An der Uni war Prüfungsphase und ich habe mich dieses Semester für 8 Prüfungen angemeldet. Das ist eigentlich so vorgesehen im Studienplan, wenn man nach Regelstudienzeit studieren möchte, wie ich. Im Nachhinein bin ich mir immer noch nicht sicher, ob es eine gute Idee war, an allen 8 Prüfungen teilzunehmen. Das waren übrigens Prüfungen in den Fächern Kommunikation, Data Mining (Buzzword Big Data), Database Marketing (Grundlagen Datenbanken), Marketing-Mix (Marketinginstrumente), Marktforschung & Konsumentenverhalten, Einführung in die Medienpsychologie, Marketingkommunikation und im Statistikprogramm SPSS.

Meine Tage verliefen alle ziemlich gleich: Prüfung schreiben, etwa 3 Tage Zeit zum Lernen für die nächste Prüfung, wieder Prüfung schreiben. Für mich war das wirklich anstrengend und phasenweise fühlte ich mich dabei nicht gut. Die Anspannung ist furchtbar und immer wieder der Zwang, sich nach dem Frühstück bis kurz vor dem Abendessen an die Bücher zu setzen, aber natürlich mit Mittagspause und einem 30 Minuten-Schläfchen dazwischen. Schlaf ist generell nicht zu unterschätzen beim Lernen. Jetzt bin ich natürlich froh, dass ich es geschafft habe und das mit zumeist ganz guten Gefühl. Andererseits hat kaum einer meiner Kommilitonen alle 8 Prüfungen mitgeschrieben, sondern häufig etwa 2 Prüfungen verschoben. Das verschafft natürlich Zeit für ein kurzes Verschnaufen und für eine andere Prüfung, allerdings warten in den nächsten Semestern noch mehr Prüfungen.

Was ich ausprobiert habe

Durch die Prüfungsphase konnte ich natürlich auch nicht so viel ausprobieren, denn ich war den Großteil der Zeit daheim an meinem Schreibtisch. Nichtsdestotrotz war abends dann immer Zeit für ein wenig Entspannung – entweder habe ich gelesen oder Serie geschaut. Besonders haben mir es Homeland und The Blacklist angetan. Beide Serien sind richtig spannend und machen definitiv süchtig. Dank der Prüfungsphase habe ich etwa 4 Staffeln Homeland und eine Staffel The Blacklist geschafft. In Homeland geht es um den Krieg gegen den Terror. Die Protagonistin ist Carrie Mathison, eine CIA-Agentin mit bipolarer Störung. Dadurch sind ihre Methoden auch eher unkonventionell. Und in The Blacklist kooperiert ein Schwerverbrecher auf einmal mit dem FBI, um andere Schwerverbrecher zu fassen.

Was ich gelesen habe

Da ich jeden Abend daheim war und ich mir bewusst verboten habe, abends nicht noch zu lernen, habe ich ziemlich viele Bücher im Februar gelesen:

  1. Feminist Fight Club von Jessica Bennett
  2. Das Umgehen der Orte von Fabian Hischmann
  3. Der Tag, an dem ein Mann vom Berg Amar kam von Yavuz Ekinci
  4. Zehn Tage im Februar von Heike-Melba Fendel
  5. Einfach erfolgreich anlegen von Jessica Schwarzer
  6. Lanz von Flurin Jecker
  7. Der Finanzwesir von Albert Warnecke
  8. Die Terranauten von T.C. Boyle

Hinsichtlich der Qualität waren die Bücher allerdings durchwachsen. Kaum bis gar nicht haben mir „Das Umgehen der Orte“, „Der Tag, an dem ein Mann vom Berg Amar kam“ und „Zehn Tage im Februar“ gefallen. Bei allen hatte ich das gleiche Problem: Ich kam nicht in die Geschichte hinein und habe mich sehr oft gefragt, was mir der Autor eigentlich mitteilen möchte.

Richtig umgehauen hat mich jedoch das Buch „Die Terranauten“ von T.C. Boyle. Es war der erste Roman von T.C. Boyle, den ich gelesen habe und er hat mich sehr mitgerissen. Ich war regelrecht süchtig nach der Geschichte und beim Lesen kam ich sehr leicht in diesen Flow, der mich mühelos 100 Seiten mit einmal lesen ließ.

Im Februar habe ich auch einige Sachbücher gelesen. 2 davon waren zum Thema Geldanlage für meinen größeren Artikel zu diesem Thema, den du dir wirklich durchlesen solltest, weil das Thema wahnsinnig wichtig ist. Und das schreibe ich nicht, weil ich unbedingt will, dass du mehr von meinem Blog liest, sondern weil du dich mit deinem Geld bzw. Vermögen beschäftigen solltest.

Kommentierfrage: Wie war dein Februar? Was hast du entdeckt?

4 Kommentare

  1. Oh, Danke! Jetzt bin ich aber froh, dass ich mit meinen blinkenden Fragezeichen in den Augen bei „Zehn Tage im Februar“ nicht alleine bin. Habe auch nicht herausgefunden, was die Autorin mir sagen will, ich empfand das Buch als oberflächliches Geplänkel über oberflächliche Protagonisten in oberflächlichem Umfeld mit Null Mehrwert für den Leser.

  2. Auf das Buch von T.C. Boyle bin ich total neugierig. Hab schon ein paar Rezensionen dazu gelesen und die Geschichte klingt unglaublich spannend und mal nach was total anderem. Hab T.C. Boyle zuletzt in der Schulzeit im Englischkurs gelesen (Tortilla Curtain) und auch gar nichts neues mehr von ihm. ‚Die Terranauten‘ mag ich aber unbedingt noch lesen und bin gespannt ob das bei mir mehr hängen bleibt als die Lektüre aus dem Englischunterricht. Bin aber sehr zuversichtlich! Dich scheint es ja auch sehr begeistert zu haben. Ich wünsch dir einen hoffentlich entspannteren März!
    Liebe Grüße,
    Milena

  3. Hallo Devona,

    „Zehn Tage im Februar“ ist wirklich kein schönes Buch. Ich hab die Rezension dafür gerade eben geschrieben und werde sie demnächst veröffentlichen. Ich frage mich, warum dieses Buch so gut von den Zeitungen besprochen wurde. :/

    Viele Grüße,
    Janine

  4. Hallo Milena,

    lass dir „Die Terranauten“ nicht entgehen! 😉

    Viele Grüße,
    Janine

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