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11 Bücher, die von Büchern handeln – Eine Empfehlungsliste

Vor fast einem Monat habe ich bei #buchpassion viele spannende Bücher entdeckt und heute sage ich dafür Danke mit einer Liste über Bücher, in denen Bücher eine besondere Rolle spielen. Das sind sowohl Sachbücher und Erfahrungsberichte als auch Romane. Ich hoffe, du bist von diesen Büchern genauso angetan wie ich.

1. „Aus Liebe zum Buch“ von Ann Patchett

Das dünnste und kleinste Buch dieser Liste ist „Aus Liebe zum Buch“ – in etwa 30 Minuten hat das fünfzigseitige Buch jeder beendet. Ann Patchett hat ein Plädoyer für den Buchhandel und für das Buch geschrieben, denn beides ist noch längst nicht tot! Patchett ist mutig und eröffnet selbst eine kleine unabhängige Buchhandlung mit dem Namen „The Parnassus Bookshop“ nachdem der ortsansässige Buchhändler den Kampf aufgegeben und seinen Laden geschlossen hat. Ein Buch für alle Buchhändler.
Erschienen ist „Aus Liebe zum Buch“ beim Atlantik Verlag.

2. „Das Papierhaus“ von Carlos Maria Dominguez

Carlos Maria Dominguez hat einen kleinen Roman über die Leidenschaft für Bücher verfasst. Mit etwa 95 Seiten gehört das Buch auf dieser Liste eher zu den dünnsten – es ist in ein bis drei Stunden, je nach Lesetempo, durchgelesen. „Das Papierhaus“ handelt von drei Buchmenschen, deren Leben miteinander verknüpft werden. Im Buch kommen auch geheime Bibliotheken vor – sehr mysteriös.
Aktuell verlegt wird „Das Papierhaus“ beim Insel Verlag.

3. „Das Haus des Bücherdiebs“ von Alexander Pechmann

Eine Geschichtensammlung über „berühmte Bibliophile, passionierte Sammler und trickreiche Diebe“ hat Alexander Pechmann verfasst. „Das Haus des Bücherdiebs“ besteht aus 26 Geschichten über Menschen, die regelrecht süchtig nach Büchern sind. Die Geschichten hängen nicht zusammen, sie können also nach Lust und Laune gelesen werden. Ich sehe es als eine Art besseres Einschlafbuch für Büchernarren, an manchen Stellen habe auch ich mich selbst wiedererkennen müssen.
Erschienen ist „Das Haus des Bücherdiebs“ im Aufbau Verlag.

4. „Der Bücherwurm: Vergnügliches für den besonderen Leser“ von Hektor Haarkötter

Hektor Haarkötter hat eine Abhandlung über den Bücherwurm als Insekt verfasst. Das ist nicht ganz ernst zu nehmen, da manchmal auch die Grenzen zwischen tierischen und menschlichem Bücherwurm bewusst verwischen. Mir gefällt die Gestaltung des Buchs sehr gut – es gibt viele „nostalgische“ Illustrationen und Bilder. Haarkötter gibt sich beim Schreiben wirklich Mühe witzig zu sein und ist es auch für mich. „Der Bücherwurm: Vergnügliches für den besonderen Leser“ ist ein tolles Geschenk für Buchmenschen – gerade auch weil es nicht so bekannt als Buch ist – keine Dopplungsgefahr im Buchregal!
Aktuell verlegt wird „Der Bücherwurm: Vergnügliches für den besonderen Leser“ von Lambert Schneider.

5. „Bibliomania: Ein listenreiches Buch über Bücher“ von Steven Gilbar

„Bibliomania“ ist für mich ein ganz besonderer Schatz in meinem Bücherregal. Ich kenne keine unterhaltsameren Listen über Bücher. Die Listen drehen sich um Buchzitate, Autoren, Buchpreise, den Leser, Bibliotheken – eigentlich alle bibliophilen Themengebiete. Sehr unterhaltsam.
Eine aktualisierte Ausgabe von „Bibliomania: Ein listenreiches Buch über Bücher“ wird vom Dörlemann Verlag verlegt.

6. „Ein ganz besonderes Jahr“ von Thomas Montasser

„Ein ganz besonderes Jahr“ gehört zu den Romanen dieser Liste über Bücher-Bücher. Valerie ist jung und von Beruf Betriebswirtin. Ihre Tante verschwindet spurlos und so muss sich Valerie um die Buchhandlung ihrer Tante kümmern. Eigentlich steht schnell fest, dass Valerie diese Buchhandlung am liebsten schließen würde, aber als Valerie dann tatsächlich in der Buchhandlung arbeitet, ändert sich dieser Plan schnell. Valerie entdeckt die Macht der Literatur.
Erschienen ist „Ein ganz besonderes Jahr“ im Thiele Verlag.

7. „Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen“ von Tim Parks

Das jüngste Buch auf dieser Liste ist definitiv „Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen“, es erschien Ende August 2016. Tim Parks versammelt darin viele seiner Essays über Literatur und Literaturkritik – besonders für Buchblogger ist „Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen“ interessant. Auf meinem Blog habe ich das Buch auch schon rezensiert.
Erschienen ist „Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen“ im Verlag Antje Kunstmann.

8. „Die Romantherapie“ von Ella Berthoud und Susan Elderkin

Bücher können heilen. Ich habe das schon immer gewusst und seit Ella Berthoud und Susan Elderkin ihr Buch veröffentlicht haben, weiß es wohl die ganze Welt. Für die unterschiedlichsten Leiden, Krankheiten oder Gemütszustände gibt es Buchempfehlungen in „Die Romantherapie“. Für mich ist „Die Romantherapie“ eines der Bücher, die ich immer mal wieder in die Hand nehme, um darin zu blättern und mir neue Ideen zu holen. Über „Die Romantherapie“ habe ich eine Rezension geschrieben.
„Die Romantherapie“ wurde im Insel Verlag verlegt.

9. „Eine Geschichte des Lesens“ von Alberto Manguel

„Eine Geschichte des Lesens“ gehört zu den Sachbüchern und setzt sich mit unterschiedlichen Aspekten des Lesens an sich auseinander. Zum Beispiel finden sich darin Artikel über die letzte Seite, das Vorlesen, Metaphern des Lesens oder verbotenes Lesen. Gerade Freunde von Klassikern dürften große Freude mit Alberto Manguel haben, denn er schreibt sein Buch aus historischer Perspektive und nennt viele große Namen der Weltliteratur. Ich habe dieses Buch übrigens von einem sehr guten Freund mit der schönsten Widmung der Welt geschenkt bekommen: „Für die souveränste und gefährlichste Leserin, die ich kenne und sehr schätze.“ Dafür bin ich sehr dankbar.
Erhältlich ist „Eine Geschichte des Lesens“ beim S. Fischer Verlag.

10. „Lesen als Medizin: Die Wundersame Wirkung der Literatur“ von Andrea Gerk

Über „Die Wundersame Wirkung der Literatur“ haben nicht nur Ella Berthoud und Susan Elderkin geschrieben. Ein weiteres Buch über Heilung durch Lesen ist „Lesen als Medizin“. Anders als „Die Romantherapie“ ist „Lesen als Medizin“ aber kein Lexikon, wo man bestimmte Leiden nachschlägt, sondern besteht aus diversen Kapiteln zu unterschiedlichen Themengebieten. Andrea Gerk hat ein literarisches Sachbuch geschrieben.
Erschienen ist „Lesen als Medizin“ im Rogner & Bernhard Verlag, der vom Kein&Aber Verlag übernommen wurde.

11. „Die Stadt der Träumenden Bücher“ von Walter Moers

Dieses Buch ist eines meiner liebsten Romane in der Kategorie „Romane, in denen Bücher im Mittelpunkt stehen“. Walter Moers hat sich mit seiner Trilogie selbst übertroffen und ich hoffe inständig, dass der dritte Teil irgendwann erscheint. Ich werde depressiv, wenn Moers die Reihe nicht fertig stellt. Der Protagonist von „Die Stadt der Träumenden Bücher“ ist die Dichterechse Hildegunst von Mythenmetz, der sich auf die Reise nach Buchhaim begibt, der Stadt für Bücher schlechthin. Alles in Buchhaim ist aus Büchern, lebt von Büchern – diese Stadt atmet Bücher! Auch die Illustrationen im Buch sind unglaublich schön.
„Die Stadt der Träumenden Bücher“ ist erschienen im Piper Verlag.

Kommentierfrage: Welches Buch von dieser Liste gefällt dir am meisten? Kennst du vielleicht noch weitere Bücher dieser Art?