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8 Gründe, warum das Literaturcamp Heidelberg toll war

Literaturcamp Heidelberg

Am vergangenen Wochenende (11. & 12. Juni) war das Literaturcamp Heidelberg (#litcamp16) und ich war auch dabei. Um daran teilnehmen zu können habe ich mit Diana insgesamt 9 Stunden Autofahrt absolviert, drei Übernachtungen im Hostel gebucht sowie ungefähr 50€ (ich allein) für Essen ausgegeben. Und ich bin glücklich darüber, weil es ganz tolle Tage in Heidelberg waren. Um dir einen kleinen Überblick darüber zu geben, was so schön an diesem Barcamp für Literatur war, zähle ich dir ein paar Gründe auf:

1. Der Barcamp-Charakter

Im Gegensatz zu gewöhnlichen Konferenzen werden die Inhalte von Barcamps von den Teilnehmern kurz vor der Tagung selbst festgelegt. Es gibt in der Regel keine Speaker, deren Themen schon Wochen vor der Veranstaltung feststehen. Ein Barcamp ist also eine Art Wundertüte und deren Inhalt ist nur so gut, wie die Ideen und Motivation der Wundertütenbesitzer selbst. Das erlaubt unglaublich viel Freiraum in der Gestaltung der Sessions (Vorträge, Workshops, Diskussionsrunden, …) und sorgt für Überraschungen. Die Atmosphäre ist generell sehr locker – das Sie ist verboten, Du wird noch zu den größten Experten gesagt, jeder ist gleichberechtigt.

Literaturcamp Heidelberg 3

2. Literatur anders

Literatur kann nicht nur durch gedruckte Bücher erlebt werden. Auf dem Literaturcamp Heidelberg wurde Literatur lebendig. Mir hat es große Freude bereitet Geschichten auch auf andere Weise zu erleben, beispielsweise als lebende Personen, in Form von Minibüchern deren Fotos etwas erzählen oder durch Erzählungen von Autoren, die vor dem ersten Totholzexemplar einen ziemlichen Hindernisparcours absolvieren.

3. Der Veranstaltungsort: Heidelberg

Heidelberg wurde ausgewählt, weil es die einzige Stadt in Deutschland ist, die UNESCO Literaturstadt ist. Nebenbei kann man hier auch interessante Ausflüge machen. Diana und ich waren am Freitag vor dem Literaturcamp Heidelberg in der Altstadt und auch auf dem Schloss. Leider sind wir erst sehr spät beim Schloss angekommen und so konnten wir keine Führung mehr mitmachen. Uns blieb nur für 7€ Eintritt der Innenhof und ein paar kleinere Sachen zum selbstständigem Erkunden. Schade! Das Schloss hat für mich einen großen Charme, weil es nicht mehr ganz vollständig ist, sondern an manchen Stellen schon kaputt und nicht mehr ganz erhalten. Es ist ein bisschen poetisch, dass selbst so schöne Gebäude vom Verfall heimgesucht werden.

Literaturcamp Heidelberg 4

4. Die Teilnehmer

Ein Barcamp ist seine Teilnehmer und die Teilnehmer sind das Barcamp. Ich habe mich besonders gefreut, etliche bekannte Buchblogger wiederzusehen: Bücherrausch, Bücherchamäleon, Bücherkaffee, Geschichtenagentin, Blauschrift, Teekesselchen und viele andere.

5. Die Sessions

Richtig klasse war für mich der Samstag auf dem Literaturcamp Heidelberg, es gab an diesem Tag so viel gute Auswahl, ich konnte mich oft überhaupt nicht entscheiden. Für mich begann das Barcamp mit einem Vortrag zu Schreibblockaden: Hier habe ich die Idee gefunden, dass Pinnwände toll sind, um Einfälle und Inspiration zum Schreiben zu sammeln. Wenn ich endlich umgezogen bin, wird das mein erstes DIY Projekt in der neuen Wohnung. Es wird großartig. Generell habe ich meinen Samstag eher mit kreativen Sachen verbracht und weniger mit Zuhören bei Vorträgen. Beispielsweise habe ich Buchminis für Instagram fotografiert oder Versteckte Verse sichtbar gemacht.

Obwohl ich schon auf ein paar Barcamps war, habe ich bisher noch keine Session selbst gehalten; in Heidelberg habe ich mich überwunden. In Chemnitz haben wir schon häufiger eine Blogkritik veranstaltet, die jedes Mal super war. Dieses Format wollte ich auch den Literaturjunkies in Heidelberg zeigen. Insgesamt waren wir zu zwölft in meiner Session, weshalb wir 4 Kleingruppen bilden konnten. Dann wurde sich zu dritt vor einen Laptop gesetzt und über die Webseite oder den Blog der einzelnen Gruppenmitglieder gesprochen. Jede Gruppe hat dabei natürlich andere Erfahrungen und Inhalte gehabt. Jeder, der da war, hat Optimierungspunkte für seinen Webauftritt mitnehmen können, so war zumindest das Feedback. Toll!

6. Die Pausen

Bei so viel Stoff muss auch mal kurz Ruhe sein. Und wer keine Lust auf Stille hatte, der hat immer jemanden zum Quatschen gefunden.

7. Motivation (für den Blog)

Die Atmosphäre beim Literaturcamp Heidelberg war wunderschön. Es tut mir als Literaturbloggerin gut, wenn ich andere mit der gleichen Meise treffe und wir darüber reden. Es gab etwa 65 Sessions in den zwei Tagen, da ließ sich die ein oder andere neue Idee nicht vermeiden. Beispielsweise wurde noch auf dem Litcamp eine neue Bloggeraktion beschlossen, aber da will ich nicht der Veranstalterin die Parade vermiesen.

Auch ich konnte ein wenig bei meiner eigenen Session „Website- und Blogkritik“ mitmachen und meinen Blog beurteilen lassen – eine Seite im Notizbuch ist mit Stichpunkten gefüllt, für die ich hoffentlich bald Zeit zum Umsetzen finde.

Literaturcamp Heidelberg 2

8. Slush Eis

Die Veranstalter des Literaturcamps haben mit Holger Morlok jemanden gefunden, der zwei Slush-Eis-Maschinen zur Verfügung gestellt hat. Ich habe auf Anhieb mein Herz an die Sorte Zitrone-Limette verloren. Große Liebe. <3

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir eine weitere Ausgabe das Literaturcamps wünschen!

Literaturcamp Heidelberg 1

Weitere Artikel über das Literaturcamp auf anderen Blogs:
Who is Kafka?
Bordsteinprosa

4 Kommentare

  1. Pingback: Markierungen 06/16/2016 - Snippets

  2. Pingback: #litcamp2016 - 20 Dinge über das Literaturcamp Heidelberg 2016

  3. Hi Janine,
    freut mich, auf deinem Blog etwas über unser wundervolles Literaturcamp zu lesen. Bist du nächstes Jahr auch wieder dabei?
    Auch ohne Slush Eis? *neck*
    LG und bis auf der Buchmesse vllt?!
    Manuela

  4. Hey Manuela,

    ich bin gern auch im nächsten Jahr wieder beim Litcamp! Allerdings kommt es dann auch so ein bisschen drauf an, wo und wann es statt finden wird. 😉
    Auf der Buchmesse in Frankfurt bin ich nicht, aber dafür besuche ich immer die Buchmesse in Leipzig im Frühjahr.

    Viele Grüße,
    Janine

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