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5 Gründe, warum du „Per Anhalter durch die Galaxis“ unbedingt lesen musst

Per Anhalter durch die Galaxis

Nachdem sich schon Kinofilme, Theater, Fernsehserien, Musicals und Hörspielproduktionen mit „Per Anhalter durch die Galaxis“ befasst haben, muss ich das jetzt auch unbedingt tun. Weil ich so gerne dem Mainstream hinterher renne. Oder weil das Opus Magnum von Douglas Adams einfach nur geil ist. Der Humor von Douglas Adams ist unfassbar gut. Freunde von Dr.Who müssten eigentlich in die Hände klatschen und sollten auch unbedingt „Per Anhalter durch die Galaxis“ lesen, weil Herr Adams schon das Drehbuch für mehrere Folgen Dr.Who schrieb.

„Per Anhalter durch die Galaxis“ ist sarkastisch, ist Satire, ist Science-Fiction, ist die einzige vierbändige Trilogie in fünf Teilen. Aber das sind nicht die einzigen Argumente, warum man die Bücher mal lesen sollte:

  1. Erst seit diesem Buch weiß ich, dass ein Handtuch ungefähr die nützlichste Sache im ganzen Universum ist. Es kann wärmen, man kann am Strand darauf liegen, man kann darunter schlafen, es kann als Segel an einem Floß dienen, für den Nahkampf kann man es einsetzen, man kann es als Notsignal schwenken, man kann sich damit die Augen verbinden und man kann sich damit natürlich auch abtrocknen. Wahnsinnig praktisch. Ein Handtuch ist auch das Einzige, was Arthur Dent von der Erde mitnimmt, kurz bevor er flüchten muss. Die Erde wird zerstört, weil sie Platz machen muss für eine Umgehungsstraße durch den Weltraum. Jährlich am 25. Mai wird deshalb auch der Towel Day gefeiert. Aber bitte lasst euch nicht davon abhalten, eurer Handtuch das ganze Jahr mit euch herumzuschleifen. Sicher ist sicher und wer weiß, wann wieder galaktische Straßenbauarbeiten anstehen.
  2. Es gab da die Sache mit diesem armen Pottwal:
  3. Könnt ihr euch noch an Babel Fish erinnern? Das ist so ewig lange her. Zu Zeiten als das Internet noch jung und für die breite Masse neu war. Damit konnten Texte automatisch übersetzt werden online. Angeboten wurde das von Alta Vista. In Douglas Adams Buch ist der Babelfisch ein kleiner gelber Fisch, den man sich ins Ohr setzt. Der Babelfisch wandert dann ins Gehirn und übersetzt jede Sprache in der Galaxis. Klingt auf den ersten Blick wahnsinnig nützlich, allerdings hat der Babelfisch dadurch „mehr und blutigere Kriege“ verursacht „als sonst jemand in der ganzen Geschichte der Schöpfung“.
  4. Endlich habe ich die Gewissheit durch „Per Anhalter durch die Galaxis“, dass nicht der Mensch die intelligenteste Lebensform auf der Erde ist. Nein es sind jetzt nicht die Delphine. Es sind die Mäuse. Die tun eigentlich nur so, als ob sie sich in ihren kleinen Käfigen in Rahmen von diesen unzähligen Experimenten durchgeknallter Wissenschaftler mit Käse konditionieren lassen. Eigentlich haben sie die Erde bauen lassen von anderen durchgeknallten Wissenschaftlern im Universum.
  5. 42.
    Das ist die Antwort auf „Die“ Frage im Universum. Es ist die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“. Sogar Siri und Wolfram Alpha geben 42 an als Resultat, wenn „answer to life, the universe and everything“ angefragt wird. Zu dumm, dass keiner mehr weiß, was genau die Frage jetzt eigentlich war. Es gibt Gerüchte, dass niemals in einem Universum Frage und Antwort zu gleich existieren können. Die Suche nach dem Sinn des Lebens ist also sinnlos.

„Per Anhalter durch die Galaxis“ ist genial und ich hoffe wirklich, dass man diesen Text nicht nur auf das Infinite-Monkey-Theorem zurückführen kann.

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  1. Hey 🙂

    Ich habe dieses Buch vor Jahren gelesen, weil so viele in meinem zugegebenermaßen nerdigen Bekanntenkreis so begeistert waren und sind. Diese kleinen Details, die du in deinem Beitrag erwähnt hast, sind heute Kult, das ist gar keine Frage. Trotzdem erinnere ich mich sehr gut, dass ich mich eigentlich für die Geschichte überhaupt nicht erwärmen konnte …

    Für mich war dieses Buch nur eines von vielen, wo ich festgestellt habe, dass es meinem Geschmack nicht entspricht, obwohl es sehr beliebt ist. Mit Terry Pratchett ging es mir ähnlich: Sehr bekannter Autor, sehr beliebt – und ich konnte damit nicht viel anfangen.

    Liebe Grüße
    Ascari

  2. Klingt ja gar nicht mal übel was du schreibst. Kommt ja nicht gerade häufig vor, dass dich Bücher derart vom Hocher reißen. Vielleicht sollte ich auch mal so einen kulturellen Ausflug machen. Ich mag übrigens diese Art der Empfehlung. Hat was. Daumen hoch. Der dunkle natürlich 😀

  3. Hallo Ascari,

    die Geschichte lebt nicht unbedingt wegen dem Plott, sondern wohl eher wegen dem Humor und dieser verrückten Einfälle, die ich im Artikel beschrieben habe. Da muss ich dir also recht geben, wenn man die lustigen und skurilen Sachen streicht, wird wohl nicht viel vom Anhalter übrig bleiben. 😉

    Viele Grüße,
    Janine

  4. Hallo Diana,
    für deinen dunklen Daumen würde ich fast alles machen!!! 😉
    Wenn ich Zeit habe und das Buch sich anbietet, schreibe ich auch gern diese Art von Rezensionen. Ich würde das gern viel häufiger machen. x)
    Und du solltest unbedingt einen kulturellen Ausflug machen, schaden kann es jawohl nicht.
    Liebe Grüße,
    Janine

  5. Hallo Janine, wenn Dir dieser Humor gut gefällt, solltest Du vielleicht auch einmal Terry Pratchett ins Auge fassen, den man auch den Douglas Adams der Phantasy nennt.

    Auf die Sache mit der Petunie muß man aber noch etwas mehr eingehen, denn der Blumentopf sagte:“Nicht schon wieder..“ vor dem Aufschlag und diese Antwort läßt doch unfaßbare Erkenntnisse über die Beschaffenheit dieses Universums erahnen.

    Pratchett wird übrigens als der Douglas Adams der Phantasie bezeichnet, ich halte seine Geschichten für unterhaltsame Parabeln, die nicht verurteilen und uns doch das Absurde in unserer Welt unter die Nase reiben.

    Einen lieben Gruß an Dich, Du alte Seele.. möge das Licht der Phantasie immer hell für Dich brennen

  6. Hey ;-),

    Terry Pratchett habe ich auch schon gelesen! Gevatter Tod – so wie es sich für eine alte Seele gehört.
    Danke, dass du den Aspekt mit der Petunie noch angesprochen hast, den hatte ich leider vergessen! Aber er ist sehr interessant. Jetzt kommt es natürlich auf die eigene Ideologie an, ob man daran glaubt, dass sich das Universum linear ausdehnt, die Geschichte sich wiederholt oder die Geschichte schon ihr Ende gefunden hat. :-p

    Viele Grüße!

  7. Huhu =)

    Das Buch möchte ich auch schon ewig lesen. Den Film fand ich schon klasse, aber der kann bestimmt nicht mit dem Buch mithalten. Irgendwann wird es gelesen. Ganz bestimmt. Gelungene Rezension.

    Liebe Grüße
    Katie

  8. Hi Janine
    Ich wusste ja, dass man das Buch lesen sollte, aber jetzt erspüre ich endlich das Bedürfnis es selbst lesen zu WOLLEN. Geniale Rezension, die mich wirklich neugierig gemacht hat!
    Viele Grüsse
    Julia

  9. Das Buch steht auf meiner Sub-Abbau-Liste. Den Film habe ich, Gott sei Dank, noch nicht gesehen, sodass ich ganz unvoreingenommen an den Roman herangehen kann. 🙂

    Liebe Grüße

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