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Der Nachtzirkus von Erin Morgenstern [Rezension]

der nachtzirkus Erin Morgenstern

Diesmal ist das ziemlich unspektakulär. Ich wollte mir zum Wochenende hin mal etwas Gutes tun und stöberte 1,5 Stunden im Buchladen. So richtig hat mir aber nichts zugesagt und da hab ich den Nachtzirkus genommen, weil ich schon ein bisschen was von gehört hatte. Meine Erwartungen waren deshalb jetzt nicht gerade riesig. Irgendein Buch zur Wochenendlektüre wollte ich und da war der Nachtzirkus das erst-beste Buch. Ein Glück für mich, dass es kein Fehlkauf war. Nein, der Nachtzirkus hat mich eines Besseren belehrt und gefiel mir am Ende sogar recht gut. Man soll Bücher eben doch nicht unter- oder überschätzen, bevor man sie gelesen hat.
Ich muss zugeben, das Cover ist sehr gut gemacht. Es funkelt so schön und ich mag die Darstellung des Zirkus aus Papier gern ansehen. Beim Vorsatzpapier hat sich der Ullstein-Verlag selbst übertroffen – die schwarz-weißen Streifen erinnern mich an einen Vorhang, der die Bühne verdeckt. Also Manege frei!

der nachtzirkus

 

Zum Inhalt

Der Nachtzirkus ist gewiss kein gewöhnlicher Zirkus. Öffnet nur in der Nacht, kommt aus dem Nichts, verschwindet ins Nichts und reist durch die ganze Welt. Mysteriös. Der Nachtzirkus erwartet seine Besucher mit magischen und atemberaubenden Attraktionen – der Eisgarten, das lebendige Karussell, der Wunschbaum, das Wolkenlabyrinth und und und.. Aber hinter den fabelhaften Kulissen spielt sich ein erbitterter Wettbewerb auf Leben und Tod ab. Zwei Magier kämpfen gegeneinander, wer verliert zu erst? Denn das ist die Frage, Gewinner kann es bei diesem Spiel nicht geben. Vor diesem Hintergrund entspinnt sich die traumhafte Liebesgeschichte von Celia und Marco. Tragisch, dass beide zur jeweils anderen Magierfamilie gehören, das weckt Erinnerungen an Romeo und Julia.

 

Meine Meinung

Eigentlich ist der Nachtzirkus eine Liebesgeschichte vor fantastischen Hintergrund. Dieser Roman ist auf eine stille und sanfte Weise dazu bestimmt, sich in das Herz seiner Leser einzuschleichen. Ich bin froh, dass ich aus einer Laune heraus doch das Buch gekauft habe. Erin Morgenstern schaffte es, mich in eine andere Welt zu entführen. Trotz das ich nicht an richtige Magie glaube, war ich geneigt, für den Moment des Lesens, zu glauben – Ja es gibt ihn wirklich, den Nachtzirkus und vielleicht, aber nur vielleicht, taucht er auch bei mir in der Nähe auf. Abgedrehte Wunschvorstellung, jaja. Sehr treffend fand ich auch das Zitat auf Seite 11:

Der Träumer braucht nur den Mond, um sich zurechtzufinden, und zur Strafe sieht er den Morgen schon vor dem Rest der Welt.                              – Oscar Wilde

Dieses Zitat ist sehr gut von Frau Morgenstern gewählt wurden! Interessant ist die Namenswahl einer der Magier – Prospero. Prospero ist auch die Hauptfigur aus Shakespeares “Der Sturm”, er entsagte am Ende seiner Schaffenszeit seiner Zaubermacht.
Der Schreibstil ist wunderbar passend für den Inhalt, Frau Morgenstern schafft es, ihre Geschichte sehr plastisch zu beschreiben. Das Buch liest sich locker, flockig auch innerhalb eines Tages weg. Einzig hätte ich mir gewünscht, dass die beiden Hauptcharaktere, Marco und Celia, noch mehr Tiefe gehabt hätten. Bitte mehr Einblicke in ihre Gedanken, Vorlieben und Abneigungen! Aber das möchte ich der Autorin nicht für übel nehmen, denn sonst hat mir das Buch viel Vergnügen beim Lesen bereitet.

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3 Kommentare

  1. Deine Rezi macht Lust auf mehr. Das ist auch ein Buch für meine Will-ich-noch-haben-Liste. Viele Grüße aus Kempen am Niederrhein.
    Sabine

  2. Ave,
    ich bin mal so frei deine Rezension als Zweitmeinung bei meiner künftig erscheinenden Rezension zum Nachtzirkus zu verlinken. Außerdem erlaube ich mir auch noch, deinen Blog in meine Leseliste zu stopfen. 😉

    Liebe Grüße,
    Seitenfetzer

  3. Hallo Seitenfetzer,

    natürlich darfst du mich verlinken. Darüber freue ich mich! 😉
    Hab dich mal in den Sozialen Medien gestalkt und hinzugefügt.

    Viele Grüße,
    Janine

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