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AAA Das Manifest der Macht von Olivia Meltz [Rezension]

AAA Das Manifest der Macht habe ich bei einer Leserunde auf Lovelybooks gewonnen. Vielen Dank an Katja für das Veranstalten dieser Leserunde! Ich habe das Buch dann am Mittwoch und Donnerstag im Zuge des Lesemarathons bei Lovelybooks durchgelesen. Ging also alles recht schnell.
Das Buchcover sieht sehr nach Spannung aus. Viel Schwarz und rote sowie weiße Beschriftung. Eindeutige Sache. Erinnert mich auch so ein bisschen an die Bücher von Dan Brown in Sachen Gestaltung. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war das auch beabsichtigt.

 

Zum Inhalt

John Marks ist ein aufstrebender Rechtsanwalt in einer riesigen, international agierenden Anwaltskanzlei. Gerade ist ihm der Deal des Jahrhunderts gelungen, er war zuständig für die Fusion zweier großer Konzerne. AAA Das Manifest der Macht  beginnt mit dem Interview von John Marks durch Samantha Cunningham. Ein wenig später enthüllt Samantha ein brisantes Geheimnis über John Marks in ihrem Fernsehbericht – er ist ein direkter Nachfahre von Karl Marx. Woher hat Samantha Cunningham nur diese Informationen? Es beginnt eine spannende Suche nach den tatsächlichen Wurzeln John Marks. Dahinter verbirgt sich jedoch noch etwas viel Größeres – eine geheime Organisation, welche die Geschicke der Welt bestimmt.

 

Meine Meinung

Zunächst fällt mir auf, dass der Klappentext auf dem Buch viel zu lang ist und viel viel viel zu viel verrät. Das ist sehr schade in meinen Augen! Verdirbt es doch den Spaß an der Geschichte ein wenig.  AAA Das Manifest der Macht ist im wahrsten Sinne des Wortes spannend. Wie ein Film. Olivia Meltz sagt mir persönlich nichts, aber ich vermute, sie verfasst auch Drehbücher für das Fernsehen.
AAA Das Manifest der Macht zugrunde liegt eine Verschwörungstheorie um Karl Marx. Das ist eine super Idee. Mir ist in dieser Richtung noch nichts Ähnliches bekannt. Ich selbst mag Verschwörungstheorien sehr. Dan Browns Bücher habe ich verschlungen, auch empfehlen könnte ich in diesem Zusammenhang Die Auserwählten von A.J. Kazinski. Besonders schön finde ich solche Thriller, wenn sie nur haarscharf von der Realität entfernt sind. Also nicht zu sehr ins Fantastische gehen oder übertrieben sind. Eben so, dass man es auch für wahr erachten könnte. Diesen Spagat schafft AAA Das Manifest der Macht leider nicht. Olivia Meltz übertreibt es in meinen Augen ein bisschen, indem sie verschiedenste Verschwörungstheorie miteinander verknüpft: 9/11,  die Familie Rothschild oder auch der Tod von Lady Di .
Außerdem stört mich an AAA Das Manifest der Macht die fehlende Entwicklung der Charaktere. Die Einzige, die sich ein bisschen verändert, ist Samantha. Alle anderen werden durch die spektakuläre und nervenaufreibende Spurensuche quer durch Europa überhaupt nicht beeinflusst in ihren Verhalten oder Ansichten. Dieser Fakt nimmt AAA Das Manifest der Macht auch den Tiefgang.
Aber ich möchte nicht nur meckern, das Buch hat auch seine guten Seiten! Beispielsweise lässt es sich supergut weglesen. Der Lesefluss wird nie behindert. Eben ein kurzweiliger Thriller. Frau Olivia Meltz kann sich sehr gut ausdrücken und verfügt über einen ausgezeichneten Schreibstil.

 

Fazit

AAA Das Manifest der Macht ist ein kurzweiliger Thriller, der leider etwas beeinträchtigt wird durch fehlenden Tiefgang.