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Ich fürchte mich nicht von Tahereh Mafi [Rezension]

Ich fürchte mich nicht Tahereh Mafi

Ich habe das Buch von der Arbeit. Verlage schicken regelmäßig Leseexemplare an Buchhandlungen, einfach so ohne Anfrage. Und da hab ich mir das eben mit genommen, weil es so interessant aussah. Und wohl wegen der Werbung: “mitreißend wie Tribute von Panem”, denn ich hatte erst kürzlich Panem gelesen und war begeistert. Das Cover wirkt nicht gerade freundlich, eher bedrohlich- düster. Eine graue Welt, der Boden ist rissig vor Trockenheit und im Vordergrund schwebt eine Frau in Blau. Auf eine faszinierende Art und Weise finde ich die Cover-Gestaltung interessant.

Ich fürchte mich nicht

 

Zum Inhalt

Juliette ist ein Monster und kein Mensch. Wenn sie Menschen berührt, erleiden diese Höllenschmerzen bis hin, dass sie sterben können. Das macht nicht gerade beliebt, weder bei den Mitschülern noch bei ihren eigenen Eltern. Deshalb war sie schon immer allein und ausgegrenzt aus der Gesellschaft. Aber die Gesellschaft selbst ist zerstört und liegt in Schutt und Asche, beherrscht wird diese Welt von einer gnadenlosen Regierung. Diese Regierung hält Juliette für eine mächtige Waffe und möchte sich Juliettes Kräfte zunutze machen. Juliette spielt da nicht mit! Sie wehrt sich.
Im Verlauf lernt Juliette einen Mann kennen, Kent. Sie fühlt sich sehr zu ihm hingezogen, nicht zu Schweigen von Liebe. – Aber was passiert, wenn sie Kent je berühren sollte?

 

Meine Meinung

Ich fürchte mich nicht ist atemberaubend. Ein grandioses Debüt von Frau Mafi, an einem Wochenende hatte ich es durchgelesen. Spannend und kurzweilig. Wenn die Zukunft so aussieht, dann können wir uns ziemlich warm anziehen. Ich möchte daran lieber gar nicht denken. Düstere, beklemmende und hoffnungslose Atmosphäre. Eine Dystopie wie aus dem Bilderbuch, Panem-Freunde kommen ganz sicher auf ihre Kosten, versprochen.
Die Sprache ist Kunst, am liebsten habe ich die durchgestrichenen Wörter, die kurzen knappen Sätze wie Hundeknochen, die auf die spitze getriebenen Wiederholungen. Auch bin ich eine große Verehrerin der Klimax. So ein Sprachstil ist mir bislang nicht untergekommen. Ich liebe abgehackte Sprachstile, vielleicht hat das schon der ein oder andere bemerkt. Tahereh Mafi hat das perfektioniert.
Der Plot an sich ist nicht neu. Neu ist aber, wie sie zusammengefügt wurden. Juliette ist beladen mit einem Fluch, einer Fähigkeit, einer Gabe in solch einer zerstörten Welt. Verzweifelt. Mittendrin eine zarte Romanze. Und die Hoffnung zur Flucht.
Das Markanteste an Ich fürchte mich nicht ist der virtuose Sprachstil, sozusagen das Alleinstellungsmerkmal.
Wunderschöner Jugendroman!

http://www.taherehmafi.com/

5

 

 

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