Artikel
3 Kommentare

Nachts ist es leise in Teheran von Shida Bazyar oder die jüngere Geschichte des Irans

Schon lange habe ich keinen solchen Roman mehr gelesen, der neben der Unterhaltung auch so viel Wissen für seinen Leser bereithält. Denn ich hatte ja keine Ahnung – wie man so oft im Leben eigentlich keine Ahnung hat oder weißt du etwas über die jüngere Geschichte des Irans und warum Iraner nach Deutschland flüchten? Ich nicht. An „Nachts ist es leise in Teheran“ von Shida Bazyar fiel mir besonders die Vermischung von Unterhaltung, wohldosierter Faktenvermittlung und dem Fingerzeig auf die Probleme in der Gesellschaft auf.

Artikel
13 Kommentare

Untenrum frei von Margarete Stokowski – Ein Plädoyer für ein neues Frauenbild

In unregelmäßigen Abständen erscheinen immer Mal wieder feministische oder quasifeministische Bücher. Ich denke da an „Lean in“ von Sheryl Sandberg, „Weil ein Aufschrei nicht reicht: Für einen Feminismus von heute“ von Anne Wizorek oder „Wenn Männer mir die Welt erklären“ von Rebecca Solnit. Braucht es da noch weitere Bücher, könnte provozierend gefragt werden. Oder steht nicht überall im Prinzip das Gleiche drin? Nämlich die Forderung nach der Gleichberechtigung der Frauen. Aber ganz so einfach ist die Angelegenheit dann doch nicht. Ich bin froh über jedes feministische Buch, denn fast immer gibt es dazu auch eine Debatte in der Gesellschaft. Und genau diese Diskussion und die Verhandlung der Standpunkte ist wichtig!

Artikel
4 Kommentare

Blauschmuck von Katharina Winkler oder wenn Gewalt zu Literatur wird

Selten hat Literatur eine so starke Wirkung auf mich gehabt. Lesen verbinde ich tendenziell mit positiven Empfindungen, aber bei „Blauschmuck“ von Katharina Winkler war das Lesen nicht durch gute Gefühle geprägt, sondern durch Schrecken. Auf fast jeder einzelnen Seite hat sich mein Magen zusammenziehen müssen, habe ich mit der Protagonistin Filiz gelitten, gezittert und um Besserung gebangt. Nicht sehr häufig haben mich Sätze so bewegt, dass ich nicht nur sprichwörtlich mitgelitten habe. Ich habe tatsächlich gelitten! Das muss diese große Literatur sein, von der so viele Menschen erzählen und die es doch nur so selten gibt.

Artikel
1 Kommentar

FMD – Leben und Werk von Dostojewski (Graphic Novel)

Zum ersten Mal in Berührung kam ich mit Fjodor Michailowitsch Dostojewski durch einen guten Freund. Besagter Freund schenkt mir zum Geburtstag oder auch manchmal zu Weihnachten gern Büchern und da er selbst in der Regel nur Klassiker liest, weil neue Bücher irgendwie nie so gut sind wie die bereits erprobten Klassiker, schenkt er mir dann eben einen Klassiker. An meinem Geburtstag 2011 – ich wurde damals also 21 Jahre alt – schenkte er mir „Der Spieler“ von Fjodor Michailowitsch Dostojewski in gelbes Leinen gebunden und mit persönlicher Widmung.

Artikel
4 Kommentare

Weißes Rauschen oder Die sieben Tage von Bardorf

Seit 16. November ist die Shortlist des Bloggerpreises für Literatur „Das Debüt 2016“ öffentlich und ich bin eine der Juroren. Auf der Shortlist stehen 5 Bücher – „Weißes Rauschen oder Die sieben Tage von Bardorf“ ist eines dieser fünf und das erste Buch, welches ich gelesen habe. Das Debüt von Uli Wittstock ist kein Krimi, aber es beginnt mit einem Mord.

Artikel
0 Kommentare

Das Finale des Literaturwettbewerbs poet bewegt

Wagnisse eingehen! Dazu fordert der Literaturwettbewerb „poet bewegt“ auf. Unter dem Motto „Schreibt, was euch bewegt“ sind junge Nachwuchs-Autoren aufgerufen ihre Texte für diesen jährlich stattfindenden Literaturwettbewerb einzureichen. Als Literaturbloggerin finde ich das natürlich großartig – umso mehr, da wirklich nur junge Autoren im Alter zwischen 15 und 27 aus den „neuen Bundesländern“ mitmachen dürfen.

Artikel
2 Kommentare

Literarisches Zürich – Ein kleiner Reiseführer

Meine Tage in Zürich Ende Oktober während des Buchfestivals „Zürich liest“ waren wunderschön. Fast noch ein bisschen schöner war es allerdings, dass ich trotz der vielen Lesungen und literarischen Veranstaltungen auch Zeit hatte, mir ein bisschen die literarischen Orte Zürichs anzusehen. Mit diesem Artikel möchte ich dir die literarische Schönheit und Tradition in Zürich zeigen:

Artikel
12 Kommentare

Die Graphic Novel Albert von Sebastian Jung

Literatur ist vielfältig. Als Buchbloggerin ist es mir wichtig, diese Vielfalt selbst zu erfahren, zu erforschen und in gewisser Weise auch zu verkosten. Bisher habe ich mich an noch keine Graphic Novel gewagt und schon gar nicht an eine Rezension einer solchen. Was macht man als Rezensent mit den ganzen Bildern beziehungsweise Zeichnungen? Fehlt da nicht der Text? Ich begebe mich im kommenden Herbst und Winter auf eine Entdeckungstour durch das Genre der Graphic Novel. Und vielleicht bleibt es nicht nur bei einer Tour – du und ich werden es schon sehen. Zumindest habe ich bei der ersten Graphic Novel, die ich gelesen habe, schon einmal gelernt, dass Graphic Novel und Roman einen gemeinsamen Ausgangspunkt haben: Das Erzählen einer Geschichte. Den Kern von „Albert“ von Sebastian Jung bildet die Lebensgeschichte von Sebastians Großvater Albert.