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Wenn Teenager bloggen: Lanz von Flurin Jecker

Als ich mit dem Bloggen begonnen habe, war ich schon über 20 Jahre alt. Meine Pubertät hatte ich also schon ein paar Jahre hinter mir gelassen, nicht so wie der 14-jährige Lanz aus dem gleichnamigen Roman „Lanz“ von Flurin Jecker. Beim Durchblättern der Verlagsvorschau von Nagel & Kimche war ich schon neugierig: Ein Roman übers Bloggen? Das interessiert mich gerade auch, weil das Bloggen für mich einen großen Teil meiner Freizeit einnimmt. Auch wenn der Roman die Abschlussarbeit von Flurin Jecker am Literaturinstitut in Biel war. Bei Arbeiten für Literaturinstitute habe ich immer ein wenig Bedenken, weil sie mich schon so oft enttäuscht haben.

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Der Tag, an dem ein Mann vom Berg Amar kam von Yavuz Ekinci

Als Kind habe ich Märchen geliebt. Ich war permanent auf der Suche nach neuen Märchen, die ich noch nicht kannte, weil ich mich gern von den magischen Figuren darin verzaubern ließ. Aber natürlich hatte ich auch Lieblingsmärchen, die mich selbst nach dem zwanzigsten Mal lesen nicht langweilten. Zum Beispiel war ich süchtig nach „Der Fischer und seine Frau“ oder „Der Froschkönig“. „Der Tag, an dem ein Mann vom Berg Amar kam“ von Yavuz Ekinci erinnerte mich zunächst ein wenig an diese magische Zeit.

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150 Jahre Reclam Verlag oder meine erste schöne Schullektüre (mit Gewinnspiel)

Bücher lesen in der Schule

Immer, wenn wir im Deutschunterricht ein Buch gelesen haben, war ich gelangweilt. Zum Glück haben wir sehr selten ganze Bücher während meiner Schulzeit gelesen. Meistens waren das irgendwelche Kinderbücher, an die ich mich heute überhaupt nicht mehr erinnere. Und diese waren immer irgendwie bieder und überhaupt nicht schön zu lesen für mich. Sie kamen mir kindisch und ganz ohne Reiz vor, nichts das meinen Geist fördern konnte. Wenn ich an diese Zeit zurückdenke, wundert es mich nicht, dass Jugendliche wenig lesen.

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Aus dem Leben einer Leserin: Februar 2017

Das wahre Leben

Mein Februar war wirklich monoton. An der Uni war Prüfungsphase und ich habe mich dieses Semester für 8 Prüfungen angemeldet. Das ist eigentlich so vorgesehen im Studienplan, wenn man nach Regelstudienzeit studieren möchte, wie ich. Im Nachhinein bin ich mir immer noch nicht sicher, ob es eine gute Idee war, an allen 8 Prüfungen teilzunehmen. Das waren übrigens Prüfungen in den Fächern Kommunikation, Data Mining (Buzzword Big Data), Database Marketing (Grundlagen Datenbanken), Marketing-Mix (Marketinginstrumente), Marktforschung & Konsumentenverhalten, Einführung in die Medienpsychologie, Marketingkommunikation und im Statistikprogramm SPSS.

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Experiment unter der Glaskuppel: Die Terranauten von T.C. Boyle

Es gibt Autoren, die schaffen nahezu Unmögliches oder zumindest ein kleines Wunder. T.C. Boyle ist so ein Autor, der mit seinen Worten etwas in seinen Lesern auslöst. So hat er beispielsweise meinen Bloggerfreund den Kaffeehaussitzer aus einer mehrjährigen Lesepause herausgeholfen: „Heute kommt es mir kaum vorstellbar vor, aber es gab einmal eine Zeit, in der ich jahrelang fast kein einziges Buch gelesen habe. In der ich beinahe die Freude am Lesen verloren hätte. Es ist schon ein Weilchen her, aber ich habe nie vergessen, welchem Autor ich es verdanke, aus dieser buchlosen Zeit wieder herausgefunden zu haben. Es war T.C. Boyle mit seinen wunderbaren Werken „Wassermusik“ und „Grün ist die Hoffnung“.“

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BELLA triste – Zeitschrift für junge Literatur

Wenn man aufmerksam ist, kann man überall kleine und meist gut designte Literaturzeitschriften entdecken. Am besten geht das übrigens in den großen Buchläden an Bahnhöfen, habe ich festgestellt. „BELLA triste“ ist eine dieser Zeitschriften, die ich auf einer meiner Reisen entdeckt habe. Soweit ich mich noch erinnere, war ich vor etwa 5 Jahren beruflich unterwegs und habe in Leipzig am Hauptbahnhof ein Exemplar gekauft.

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Bücher über Geldanlage und Vermögensaufbau für Anfänger

Wenn ich dir jetzt erzähle, dass in Zukunft die Rente knapp wird, wirst du mich wohl anlächeln und fragen, was daran neu ist. Daran ist nichts neu und das Problem ist seit Jahren bekannt. Nichtsdestotrotz beschäftigen wir uns nicht mit den Konsequenzen und wir ergreifen auch keine Maßnahmen dagegen. Schließlich liegt das Problem noch weit in der Zukunft, ist ziemlich abstrakt und bis es soweit ist, wird es schon eine Lösung geben. Dieser Ansatz ist grob fahrlässig.  Oder eine andere Seite des Thema Vermögensaufbaus – was wäre, wenn du genug Geld hättest, um dir endlich diesen Traum von der Weltreise oder irgendeinen anderen großen Wunsch zu erfüllen?

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Die Vegetarierin von Han Kang – Eine Rezension

Jetzt sind über 5 Jahre seit meiner vegetarischen Episode vergangen und ich frage mich manchmal, was genau diesen Schritt bei mir ausgelöst hat. Traumatische Videos aus der Massentierhaltung? Zeitungsartikel? Meine Kommilitonen? – Diese eher nicht, dort gab es keinen einzigen Vegetarier. Ich weiß es nicht. Yong-Hye ist die Protagonistin aus „Die Vegetarierin“ von der südkoreanischen Autorin Han Kang. Ähnlich wie ich isst sie über Nacht kein Fleisch mehr, aber in Gegensatz zu mir, hat sie zumindest einen Grund.

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Das Umgehen der Orte von Fabian Hischmann – Rezension

Lisa ist ein Eskimokind.

Der zweite Roman, „Das Umgehen der Orte“, von Fabian Hischmann beginnt mit Lisa. 2004 ist Lisa ein kleines Mädchen, dass einfach nicht friert und deshalb eigentlich ihren Anorak nicht anziehen möchte, es aber doch tut, weil der Vater sonst Ärger mit der Mutter bekommt. Lisa ist schließlich so etwas wie ein Eskimokind. Einige Wochen später findet Lisa ihren Vater tot auf der Toilette. Zunächst könnte man vermuten, dass er Selbstmord begangen und sich absichtlich erhängt hat, wenig später muss man aber feststellen, dass der Vater einfach eine etwas exotischere Form der Selbstbefriedigung gewählt hat, die am Ende schiefging.

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6 Dinge, die ich an „Die Geschichte eines neuen Namens“ von Elena Ferrante mag

  1. „Die Geschichte eines neuen Namens“ ist der zweite Band der Neapolitanischen Saga von Elena Ferrante. Ich habe bereits im Sommer bei Erscheinen den ersten Band gelesen und rezensiert.  Ich war mir noch nicht schlüssig, ob ich die Reihe wirklich weiterlesen möchte, denn im Gegensatz zu anderen Lesern finde ich an der Freundschaft von Elena und Lila keinen Gefallen. In meinen Augen ist es keine Freundschaft, sondern eher Eifersucht und Wettbewerb. Der Grund, warum ich den zweiten Teil der Tetralogie gelesen habe, ist Elena und ihr Aufstieg aus dem Elend des Rione durch Bildung. Und dann war ich vom zweiten Band überrascht, denn ich habe ihn viel lieber als „Meine geniale Freundin“, also den ersten Band, gelesen. Ich mag das Buch „Die Geschichte eines neuen Namens“ dafür, dass es so viel packender ist als der erste Band und in mir die Begeisterung für die Tetralogie geweckt hat.