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Candy Bukowski: Wir waren keine Helden

Candy Bukowski

Es war ein warmer Tag, es war Freitagnachmittag und ich hatte zuvor ziemlich lang an meiner Bachelorarbeit geschrieben. Nach mehreren Stunden Recherche und dem Formulieren von hochwissenschaftlichen Phrasen und Satzkonstrukten ist mein Kopf übervoll. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, die Arbeit an die Wand zu klatschen und Zerstreuung auf Facebook zu suchen. Da lief gerade eine Party, weil Karla Paul das Buch „Wir waren keine Helden“ von Candy Bukowski empfohlen hatte. Beim Namen Bukowski muss ich natürlich aufhorchen, ich liebe die Texte von Charles Bukowski und musste gleich meine Frage loswerden: Ist der Name Bukowski Zufall? Nein – natürlich nicht. Bei Autoren ist selten etwas Zufall und eigentlich sollte ich das mittlerweile auch wissen.

#buchpassion
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#buchpassion – Edition: Mein Bekenntnis zum Buch 9.-11.9.2016

Schon im April und Mai habe ich dir von meiner geplanten Literaturaktion erzählt. Und jetzt frage ich dich: Möchtest du mitmachen?

Kurz zusammengefasst: Was ist #buchpassion?

Autoren, Blogger und Verlage bestreiten gemeinsam eine Onlineaktion, um das Buch zu feiern. Ein Herzenswunsch ist von mir ist es, dass über die Buch-Szene hinaus Nichtleser erreicht werden und diesen Nichtlesern gezeigt wird, dass Lesen fetzt! Stubenhocken muss nicht nur öde und schlecht sein, Bücher bereichern und können auch ziemlich gute Freunde werden.

Schwarz und Silber von Paolo Giordano
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Der Tod ist allgegenwärtig (Schwarz und Silber von Paolo Giordano)

Wie kann es sein, dass gerade die unscheinbaren Bücher das Herz mit der Wucht einer Kanonenkugel treffen? Mit „unscheinbar“ meine ich, dass diese Romane vom Medienzirkus relativ unbeachtet bleiben und die Cover auch meist sehr zurückhaltend gestaltet sind. Es ist, als ob die Verlage den emotional-explosiven Inhalt tarnten: Lieber Leser, es ist besser für dein Gemüt, wenn du dieses Buch einfach in der Buchhandlung stehen lässt. Lies das nicht, du machst dich nur ein bisschen unglücklicher (im Sinne von traurig). Mir ist das schon so bei „Raubfischen“ von Matthias Jügler ergangen und bei „Der Schrecken verliert sich vor Ort“ von Monika Held. Jetzt habe ich wieder ähnliche Gedanken bei Paolo Giordanos Buch „Schwarz und Silber“.

Galerie
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#MeettheBloggerDE

Im Mai veranstaltete Anne Häusler auf ihrem Blog Blogchicks.de eine Instagram-Challenge, welche die Vernetzung unter Bloggern fördern sollte: #MeettheBloggerDE
Ich habe daran teilgenommen und jetzt zeige ich nochmal alle meine Fotos gesammelt auf meinem Blog in einer Galerie, falls du bisher kein Instagram hast. Vielleicht hast du jetzt auch Lust, mir auf Instagram zu folgen – ich heiße dort kaprizioesblog.

Der Mauerläufer Nell Zink
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„Der Mauerläufer“ von Nell Zink (Die Geschichte einer Emanzipation)

Manchmal frage ich mich, welchen Effekt Literatursendungen wie beispielsweise „Das literarische Quartett“ auf die Verkaufszahlen von den vorgestellten Büchern haben. „Der Mauerläufer“ von Nell Zink habe ich überhaupt erst durch die Aprilausgabe des literarischen Quartetts entdeckt. Bisher habe ich keine Folge der Sendung verpasst seit sie im Oktober 2015 neu aufgelegt wurde. Und ja es gibt einige Buchblogger-Kollegen, die „Das literarische Quartett“ nicht ausstehen können. Meine eigene Faszination dafür basiert auch auf einem Cocktail aus Neugier, Genervt-Sein und Beifall. Maxim Biller ist der Knackpunkt am Sendeformat – keiner pöbelt mehr und lenkt die Unsympathie der Zuschauer auf sich. Aber ohne ihn wäre die Sendung tatsächlich staubtrocken.

Das MAG: Junge Literatur aus Flandern und den Niederlanden
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DAS MAG – The Best-of: Junge Literatur aus Flandern und den Niederlanden

Ich stehe auf schöne Dinge. Also in meinem Fall bedeutet das ganz konkret tolle Bücher und Magazine und zwar in der gedruckten Variante. eBooks konnte ich bisher wenig abgewinnen, das Plastik-Gehäuse der Reader verändert sich schließlich nicht mit jedem Buch. Oder der eReader verändert sich vielleicht schon durch Dellen und Kratzer – aber das ist das Gegenteil von schön. Wenn Verleger mich also begeistern wollen, dann sollten sie den Grafikern und Illustratoren ein anständiges Gehalt bezahlen, so dass diese Gestalter voll motiviert Kunst vollbringen können.

Mario Alberto Zambrano - Sonne, Mond und Sterne
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Sonne, Mond und Sterne von Mario Alberto Zambrano oder das Leben ist ein Glücksspiel?

Kennst du das mexikanische Spiel Loteria? Ich kannte es nicht bis Luz aus „Sonne, Mond und Sterne“ von Mario Alberto Zambrano damit bekannt gemacht hat, aber seitdem habe ich große Lust es mal zu probieren. In der Schule habe ich früher immer Bingo gespielt, wenn meine Lehrer wieder besonders kreativ oder motiviert waren und uns die Englisch-Vokabeln nicht stur auswendig lernen wollten. Meine Englischlehrer waren oft in diesem Zustand, der Erlebnispädagogik verhieß. Leider kann ich mich nicht wirklich daran erinnern, dass ich jemals eines dieser Englisch-Vokabel-Bingo-Spiele gewonnen hätte, irgendwie war ich immer nur knapp dran. Ich setzte immer auf die falsche Vokabel-Konstellation; irgendein Mitschüler durfte immer schneller Bingo sagen. Möglicherweise war das damals die Verschwörung der Arschloch-Englisch-Vokabeln gegen mich – Mutmaßungen, die heute nur noch drollige Erinnerungen sind.

Abwesenheitsnotiz Lisa Owens
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Abwesenheitsnotiz von Lisa Owens oder wie blockiere ich mich selbst

Besonders gern lese ich Bücher, die von jungen Frauen im Alter zwischen 20 und 39 Jahren geschrieben wurden. Wann diese Liebe zu den jungen Autorinnen angefangen hat, weiß ich gar nicht mehr. Bei solchen Büchern habe ich immer ein bisschen das Gefühl, dass sie mich betreffen: Meinen Alltag, meine Probleme, meine Gedanken. Komprimiert könnte man sagen, es sind Bücher meiner Generation für meine Generation. Manche Figuren sind dann auch tatsächlich ziemlich nah an mir dran, andere sind hingegen so weit entfernt wie die Erde vom Stern Aldebaran im Sternenbild Stier, also konkret heißt das 65 Lichtjahre. Auf Claire Flannery aus „Abwesenheitsnotiz“ und mich trifft dieser Sternenvergleich ziemlich gut zu.

Rosegarden Magazin
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Rosegarden – Imperium für Geschichten

Neben Büchern lese ich auch wahnsinnig gern Zeitschriften und Magazine. Wenn ich vom Tag völlig erschöpft bin, dann ziehe ich die Kurzweiligkeit vieler Magazine der Langatmigkeit mancher Bücher vor. Nach mehreren Stunden Arbeit an meiner Bachelorthesis oder nach einer langen Sitzung des Student_innenrats an der Uni bin auch ich geistig nicht mehr so aufnahmefähig, dass ich 20 Buchseiten weglesen kann und dann noch weiß, worum es ging. Bei Zeitschriften erstrecken sich selbst Titelstorys nicht auf mehr als 3 Doppelseiten – das behalte ich in meinem Kopf. Schon seit einiger Zeit nehme ich mir vor, ganz besondere Magazine auch mal auf meinem Blog vorzustellen und deshalb gibt es jetzt eine neue Reihe: MagazinLiebe! Magazine und Zeitschriften müssen sich nicht hinter Büchern verstecken: Sie können genauso tiefgreifend sein, wunderschön gestaltet und inspirierend sind sie ebenfalls. Die Serie MagazinLiebe möchte ich beginnen mit einer Neuentdeckung: Rosegarden – Imperium für Geschichten.